Wenn der Toaster defekt ist

Der Verein „Bietzerberg miteinander – füreinander“ eröffnet ein eigenes Repair-Café (Reparatur-Café). Premiere ist am morgigen Samstag, 12. November, 11 bis 16 Uhr. Vorsitzender Manfred Klein kündigt an, regelmäßig Reparatur-Termine anzubieten.

Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Oder mit einem Pullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Denkste! Der Verein "Bietzerberg miteinander - füreinander" organisiert für Samstag, 12. November, das erste Repair-Café in Bietzen - im Alten Pfarrhaus in der Menninger Straße 69. Zwischen 11 Uhr und 16 Uhr stehen verschiedene ehrenamtliche Reparateure zur Verfügung, um kostenlos bei allen möglichen Reparaturen zu helfen. Zudem sind verschiedene Werkzeuge und Materialien vorhanden.

Besucher des Repair-Cafés bringen ihre defekten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände mit: Toaster, Lampen, Föhne, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug, Geschirr und vieles mehr. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Reparatur gelingt. Die Fachleute im Repair-Café finden fast immer eine Lösung.

Indem er Werbung fürs Reparieren macht, möchte der Verein "Bietzerberg miteinander - füreinander" zur Reduzierung des Müllbergs beitragen. Das sei sehr notwendig, findet Manfred Klein. "In Merzig werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider ist das Reparieren vielen Menschen abhanden gekommen. Mit dem Repair-Café wollen wir das ändern."

Dieses ist nach Bekunden von Klein auch dazu gedacht, den Gedanken des Mehrgenerationendorfes zu fördern, Menschen in der Nachbarschaft auf neue Art und Weise wieder miteinander in Kontakt zu bringen. Sodass sie entdecken, wie viel Wissen und praktische Fähigkeiten eigentlich vorhanden sind. Manfred Klein: "Wenn man gemeinsam mit einem bis dahin unbekannten Nachbarn ein Fahrrad, einen CD-Spieler oder eine Hose repariert hat, sieht man diese Person doch mit anderen Augen, wenn man ihr das nächste Mal auf der Straße begegnet. Zusammen etwas reparieren, kann zu ganz tollen Kontakten in der Nachbarschaft führen." Klein weist darauf hin, dass eine Reparatur auch Geld und kostbare Grundstoffe einspart und zudem zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt. "Aber wir wollen mit dem Repair-Café vor allem zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist."

Auf Wunsch verwöhnt die Besucher am Eröffnungstag das ehrenamtliche Küchenteam mit Erbseneintopf. Kaffee und der dazugehörige selbstgebackene Kuchen fehlen nicht.

Der Verein "Bietzerberg miteinander - füreinander" will laut Klein regelmäßig ein Repair-Café in dem Stützpunkt des Mehrgenerationendorfes Bietzerberg im Alten Pfarrhaus Bietzen organisieren.

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-dorf.de

Zum Thema:

Auf einen Blick Das Konzept "Repair-Café" ist 2009 in Amsterdam entstanden. Es ist eine Initiative von Martine Postma, damals Journalistin und Publizistin. Sie gründete 2010 die Stiftung "Stichting Repair Café" (siehe Repaircafe.org). Diese Stiftung unterstützt örtliche Gruppen weltweit, die ihr eigenes Repair-Café beginnen wollen. Sie unterstützt ebenfalls das Repair-Café im Merziger Stadtteil Bietzen .jaf