Weniger Arbeitslose als im Vormonat

Weniger Arbeitslose als im Vormonat

2733 Menschen ohne Job und eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent: Das sind die September-Eckwerte des Arbeitsmarktes für den Kreis Merzig-Wadern. Die Arbeitslosigkeit ist im September zwar saisonbedingt gesunken, liegt aber noch um 1,9 Prozent höher als vor einem Jahr. 62 Prozent aller Arbeitslosen werden derzeit vom Jobcenter des Kreises betreut. Der Zugang an neuen Arbeitsstellen bleibt unverändert auf gutem Niveau.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Kreis Merzig-Wadern ist im September gesunken. Es waren 2733 Personen arbeitslos gemeldet, 124 weniger als im August. Gegenüber dem Vorjahr ist jedoch weiterhin ein Anstieg zu verzeichnen (plus 52). Aktuell werden von der Arbeitsagentur im Kreis 1043 Frauen und Männer betreut, 9,2 Prozent weniger als im August und minus 2,0 Prozent zum Vorjahr. Beim Jobcenter sind 1690 Personen arbeitslos gemeldet, 1,1 Prozent weniger als vor einem Monat und 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Laut Agentur für Arbeit Saarland ist die vor den Sommerferien angestiegene Arbeitslosigkeit wie jedes Jahr im September wieder leicht zurückgegangen. "Für die kommenden Wochen rechnen wir zwar saisonbedingt mit einem weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit, die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen aber einen grundsätzlichen Trendwandel am regionalen Arbeitsmarkt nicht erwarten", kommentiert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Im September waren rund 1280 Frauen arbeitslos gemeldet, 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit der Männer ist gegenüber September 2013 um 2,6 Prozent auf 1455 gestiegen. Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren waren rund 300 Arbeitslose gemeldet, fast 50 weniger als im August und 30 weniger als im September vor einem Jahr. Die Zahl der Frauen und Männer in der Altersgruppe 50plus ist um 2,7 Prozent auf 930 gesunken und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 18,8 Prozent erhöht.

In der Statistik der Bundesagentur werden unter anderem Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in Arbeitsgelegenheiten (sogenannte Ein-Euro-Jobs) und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit nicht als Arbeitslose gezählt. Damit auch hier Transparenz herrscht, werden diese Gruppen in der sogenannten Unterbeschäftigung dargestellt. Im September waren das laut Arbeitsagentur im Kreis 3387 Personen (einschließlich der Arbeitslosen), das sind 55 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitgeber meldeten im September rund 190 neue Arbeitsstellen, was auf dem Niveau von August und dem des Vorjahres lag. Betrachtet nach Branchen gibt es keine Überraschungen. Nach wie vor signalisiert die Zeitarbeit den größten Arbeitskräftebedarf. Auch aus dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem Gastgewerbe wurden zahlreiche neue Stellen gemeldet. Daten zum Ausbildungsmarkt für das abgeschlossene Berufsberatungsjahr werden erst im Oktober veröffentlicht.

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Auf einen BlickDie regionale Arbeitsmarktentwicklung stellte sich im September wie folgt dar: Im Bereich der Geschäftsstelle Merzig (Kreisstadt Merzig , Mettlach, Perl, Beckingen) waren 1688 Arbeitslose gemeldet (minus 90 zum Vormonat), die Arbeitslosenquote lag bei 5,1 Prozent. Im Zuständigkeitsbereich der Geschäftsstelle Wadern (umfasste die Stadt Wadern sowie die Gemeinden Losheim am See und Weiskirchen) gab es 1045 Arbeitslose (minus 34 zum Vormonat), die Arbeitslosenquote betrug hier ebenfalls 5,1 Prozent. red

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