Was die SPD aus der Wahl lernen will

Was die SPD aus der Wahl lernen will

Sehr beschäftigt war SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger am Montag: Vormittags ging es zur Bundespartei nach Berlin, wo das Wahlergebnis vom Sonntag analysiert wurde. Am späten Nachmittag kehrte sie ins Saarland zurück, wo am Abend eine weitere Sitzung mit den Landesgenossen auf dem Terminkalender stand. So übermittelte Ingmar Naumann, Pressesprecher der Landes-SPD, die Antworten auf die Fragen unserer Redaktion an Rehlinger, die auch Kreisvorsitzende ihrer Partei ist.

Im Landkreis Merzig-Wadern ist die Wahlbeteiligung etwas höher ausgefallen als im Landesschnitt, was Naumann darauf zurückführte, "dass dies der Heimatkreis der SPD-Spitzenkandidatin" ist. Dass sie in ihrem Heimatort Nunkirchen einen klaren SPD-Sieg eingefahren habe, freue Rehlinger, bekundet ihr Sprecher.

Dass der Wahlkampf auf der Zielgeraden sehr stark personalisiert worden sei und die Wahlentscheidung vieler offenbar auch mit der Beliebtheit von CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zusammenhänge, bringe auch für SPD strategische Rückschlüsse für zukünftige Wahlen wie etwa die Kommunalwahl 2019: "Das heißt, dass man das richtige Personal braucht, und wir sind überzeugt davon, dass wir die richtigen Personen haben." Darüber hinaus, so Naumann, werde die SPD Saar aber auch nicht die Inhalte vernachlässigen, sondern in zukünftigen Wahlkämpfen "auf die richtigen Themen und Personen" setzen. Naumann betonte, dass die SPD die Fraktion im Landtag mit dem höchsten Frauenanteil stelle. Diesen Weg wolle die Partei in Zukunft und auch auf kommunaler Ebene so konsequent wie möglich beschreiten. < : weitere Berichte.