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Oldtimer
Wahre Schätze automobilen Schaffens

So mancher Hingucker auf vier Rädern ging beim ADAC-Classic-Cup am Sonntag in Merzig unter den Augen der Oldtimer-Fans  an den Start.
So mancher Hingucker auf vier Rädern ging beim ADAC-Classic-Cup am Sonntag in Merzig unter den Augen der Oldtimer-Fans an den Start. FOTO: Ruppenthal
Merzig/Orscholz. Traum-Karossen aus vergangenen Zeiten sorgten beim ADAC-Classic-Cup in Merzig für leuchtende Augen.

So teuer war die Merziger Fußgängerzone noch nie: Was da am Sonntag beim Classic-Cup an Oldies aufgereiht stand, stellt ein kleines Vermögen dar. Bereits zum zehnten Mal veranstalteten der ATC Merzig und der TC Orscholz dieses publikumsträchtige Oldtimertreffen mit touristischer Ausfahrt in Merzig. Und da das Wetter bestens mitspielte, herrschte schon lange vor dem offiziellen Start in der Mittagszeit rege Betriebsamkeit auf dem Kirchplatz von St. Peter in Merzig. Die Fußball-Weltmeisterschaft kostete dieses Mal zwar den ein oder anderen Starter, aber wenn die Zuhausgebliebenen gewusst hätten, wie die deutsche Mannschaft in ihrer Auftaktpartie spielt, wären sie wahrscheinlich lieber beim Classic-Cup in Merzig gestartet.


Fahrtleiter Edgar Neusius war nach der Veranstaltung dennoch mehr als zufrieden. „Keine Panne, keine Beschwerde, keine Reklamation – alles gut, was will man mehr?“, erklärte der ADAC-Touristik-Vorstand nach der gelungenen Veranstaltung am Zielort in Orscholz und freute sich über das Lob von zahlreichen Startern. Vor allem die touristisch ausgesprochen reizvolle Landschaft auf den Fahrtrouten durchs Saartal, den Hochwald und erstmals über den Gau wurde allseits gelobt.

Pünktlich um 12.30 Uhr winkten Achim Schweitzer, Vorsitzender des ATC Merzig und der Merziger Beigeordnete Dr. Manfred Kost das erste Fahrzeug, den Ford Granada GXL von Ralph Steimer und Carina Welter aus Saarlouis mit der Startnummer 2, durch den großen gelben ADAC-Startbogen auf die Strecke. Danach folgten in kurzen Abständen ein Mercedes Benz 280 SL, ein Renault 15 TL, ein Triumpf TR 3, ein Opel Ascona B, ein Porsche 356 SC Cabrio und viele andere bestens gepflegte Oldies. Der VW Käfer Cabrio durfte ebenso wenig fehlen wie der Citroen DS 19, eine Renault Dauphine und ein Volvo P 1800 S. Sogar ein Trabi Baujahr 1988 war dieses Mal mit dabei.



Auffallendstes und zugleich auch älteste Fahrzeug war der Alvis TA 14 Special Sport von Erwin und Mario Remmel aus Merzig. Zu den alten Oldies zählten auch der VW Käfer Ovali Baujahr 1957 von Manuela Hecktor und Claudia Guldner aus Berus, der MAG Baujahr 1958 von Jürgen und Jutta Wagner aus Beckingen, der Mercedes 180 Baujahr 1959 von Hans und Mike Bohr aus Merzig, der Volvo PV 544 Baujahr 1960 von Horst Barthel und Henriette Barthel aus Merzig, der MD Midget Baujahr 1966 von Peter und Simon Tinnes aus Merzig, der Peugeot 404 Baujahr 1967 von Harald Scheid und Georg Bartel aus Merzig und der VW Käfer Cabrio 1500 Baujahr 1968 von Dirk Lamest und Michaela Blaß aus Schmelz. Pastor Bernd Schneider, ein großer Oldtimer-Fan, konnte aus terminlichen Gründer leider nicht mitfahren, kam aber direkt nach dem Gottesdienst ebenso zum Start wie auch Ortsvorsteher Manfred Klein. Vom ADAC Saarland begrüßten Vorsitzender Norbert Heinz und Sportleiter Thomas Krisam die zahlreichen Starter und vielen Zuschauer.

Nach zwei Ehrenrunden über den Gau und in den Hochwald steuerte der Tross dann am Nachmittag das Cloef-Atrium an, wo bereits viele Oldtimerfreunde auf das Eintreffen der historischen Karossen warteten.

Und dann gab es am Ende ja auch noch eine „sportliche Wertung“. Dabei ging es allerfings weder um Geschwindigkeit noch um Tempo, sondern bei der Gleichmäßigkeits und Sollzeit-Prüfung eher um das Gegenteil. Am Ende siegte das Team Kramp/ Kramp aus Losheim mit einem Citroen DS 23 vor dem Gespann Kowalinski/ Kowalinski , Gerolstein/ Gusterath, auf einem Austin Healy und dem Duo Steimer/ Welter aus Saarlouis mit ihrem Ford Granada GXL. Klassensieger wurden die Teams Liell/ Liell aus Stelzenberg mit ihrem Mercedes 170 V (Klasse 1), das Duo Kowalinski/ Kowalinski, Gerolstein/ Gusterath, mit ihrem Austin Healy (K2), das Team Groß/ Braun, Wallerfangen/ Tünsdorf mit ihrem Porsche 356 SC Cabric (K3), Kramp/ Kramp aus Losheim mit ihrem Citroen DS 23 (K4a) und Buchert/ Naumer, Böhl-Iggelheim/ Haßlich, mit einem BMW 635 CSI (K4b).

Die nächsten Stationen des ADAC-Classic Cups sind nun am 8. Juli Saarlouis, am 5. August in Eppelborn und zum Finale am 6. und 7. Oktober die saarländischen Oldtimertage am Linslerhof bei Überherrn.