1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Merzig

Wadern: E-Bike-Ladestation am Rathaus eingeweiht

Wadern : E-Bike-Ladestation am Waderner Rathaus eingeweiht

Saft für elektrische Drahtesel: Den gibt es nunmehr in der Hochwaldstadt aus der Steckdose, denn zwei neue E-Bike-Ladestationen mit jeweils acht Zapfsäulen stehen den Radfahrern ab sofort zur Verfügung.

Radler, die mit dem E-Bike unterwegs sind, können direkt am Saarland-Radweg unweit des Waderner Rathauses (Ecke Sparkassengebäude) ihre Akkus aufladen. Eine weitere Zapfsäule steht im Freizeitgelände am idyllisch gelegenen See in Noswendel.

Neu sind auch robuste Luftpumpenstationen, sofern dem Drahtesel mal die Luft ausgeht beziehungsweise kleinere Reparaturen fällig sind, sowie überdachte Fahrrad-Abstellbügel. Die praktischen Bügel sind natürlich auch für herkömmliche Räder nutzbar. Außerdem können Radfahrer, während der Akku geladen wird, ihren Helm in einem der Schließfächer einsperren und entspannt durch die Innenstadt von Wadern bummeln oder in Noswendel rund um den See spazieren gehen.

„Nur mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr konnten wir diese E-Bike-Ladestationen errichten, denn wir mussten für diese Investition in die Infrastruktur unserer Stadt immerhin 70 000 Euro in die Hand nehmen, für unseren klammen Haushalt sicherlich viel Geld“, betonte Bürgermeister Jochen Kuttler bei der offiziellen Freigabe der Ladestation am Marktplatz, zu der er auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sowie etliche Mitbürger kommunaler Räte und Mitarbeiter seiner Verwaltung sowie weitere Gäste begrüßte. Sein Dank galt der Wirtschaftsministerin, die diese Maßnahme mit rund 80 Prozent der zuschussfähigen Kosten unterstützte.

Bei der öffentlichen Einweihung hoben Kuttler und Rehlinger hervor, dass dieses Projekt gleich mehrere Kernthemen aus dem Bereich Klimaschutz, Tourismus und Nachhaltigkeit betrifft, zumal der motorisierte Individualverkehr großen Anteil am globalen Klimawandel hat. Um dem entgegen zu wirken, ist es erforderlich, den Radverkehr zu stärken. „Klimaschutz geht uns alle an. Jeder und jede von uns kann einen individuellen Beitrag dazu leisten, indem wir im Alltag öfter auf das Fahrrad umsteigen. Ich freue mich, dass die Stadt Wadern mit den neuen E-Bike-Ladestationen hier einen tollen Anreiz schafft. Gerade mit E-Bikes lassen sich auch weitere Strecken zurücklegen und Steigungen überwinden. Es ist schön, dass unsere Richtlinie zur Förderung regionaler Klimaschutzprojekte und der Elektro-Fahrrad-Mobilität von den Kommunen rege genutzt wird, denn fahrradfreundliche Orte werden als sympathisch und lebenswert wahrgenommen“, sagte Rehlinger. Radverkehr stehe daher nicht nur für nachhaltige und gesunde Mobilität, sondern auch für moderne Städte und Gemeinden.

Peter Klein, Geschäftsführer der Saarschleifenland Tourismus GmbH, dankte einerseits der Stadt Wadern und insbesondere Bürgermeister Jochen Kuttler als treibende Kraft für das enorme Engagement in Sachen Radverkehr, aber auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger für die Förderung solcher Projekte im Grünen Landkreis.

Dass touristisch dem E-Bike in der hügeligen Hochwaldlandschaft eine besondere Rolle zukommt, dessen ist sich auch der Waderner Bürgermeister sicher. „Ein solches Bike ermöglicht es, größere Distanzen und Höhenunterschiede zu überwinden als mit dem klassischen Fahrrad. Anders ausgedrückt. Wer bisher unsere Region auf Schusters Rappen erkundet hat, kann das jetzt auch per Drahtesel tun. Darin steckt ein riesiges Potenzial“, sagte der Verwaltungschef, der aber auch den Alltagsverkehr nicht aus den Augen verliert.

Von daher werde er nicht müde, den Ausbau von Radwegen in der Region anzumahnen. „Wenn wir die Klimawandel-Diskussion wirklich ernst nehmen, müssen Landes- und Bundesregierung viel mehr Energie, Zeit und letztendlich auch finanzielle Mittel in den Alltagsradverkehr stecken als das bisher der Fall ist“, hob Rathauschef Kuttler weiter hervor.

In diese Strategie passt auch die neueste Anschaffung der Stadt Wadern. Den Mitarbeitern der Verwaltung stehen ab sofort zwei E-Bikes für dienstliche Zwecke zur Wahrnehmung von Außenterminen zur Verfügung. Deren Anschaffung wurde ebenfalls vom Wirtsschaftsministerium mit einer Summe von insgesamt 2000 Euro gefördert.