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Vorschulisches Angebot verbessertGenügend Platz für die Bedürfnisse der Kleinsten

Vorschulisches Angebot verbessertGenügend Platz für die Bedürfnisse der Kleinsten

Hilbringen. "Mit dem nun fertig gestellten Kindergarten haben wir das vorschulische Angebot im Stadtteil Hilbringen deutlich verbessert", betonte OB Alfons Lauer beim Festakt zur Eröffnung. Die Kreisstadt Merzig lege als familienfreundliche Stadt großen Wert auf eine möglichst optimale Versorgung mit vorschulischen und schulischen Einrichtungen, sagte er

Hilbringen. "Mit dem nun fertig gestellten Kindergarten haben wir das vorschulische Angebot im Stadtteil Hilbringen deutlich verbessert", betonte OB Alfons Lauer beim Festakt zur Eröffnung. Die Kreisstadt Merzig lege als familienfreundliche Stadt großen Wert auf eine möglichst optimale Versorgung mit vorschulischen und schulischen Einrichtungen, sagte er. Wie der OB erläuterte, ersetzt der neue zweigruppige Kindergarten in Hilbringen nicht nur das Angebot des kirchlichen Kindergartens St. Josef in der Fitter Straße, sondern ermöglichte auch die Einrichtung einer Kinderkrippe mit zehn Plätzen. Kinder ab neun Wochen können dort jetzt betreut werden. Insbesondere Familien, bei denen beide Elternteile erwerbstätig sind, oder Alleinerziehende profitieren davon. Auch die Nachbarschaft von Kindergarten und Grundschule biete künftig viele Vorteile. Die unmittelbare Nähe erlaube für die Kinder einen sanften und fließenden Übergang von der vorschulischen zur schulischen Erziehung, so Lauer. Die Gesamtkosten des Bauprojektes einschließlich der notwendigen Ausstattung beliefen sich auf rund 900000 Euro. Die Maßnahme wurde mit jeweils 30 Prozent von Land und Landkreis bezuschusst, die Stadt Merzig trug 40 Prozent der Kosten. Das Bistum Trier zahlte einen pauschalen Zuschuss von 100000 Euro. Den Betrieb des neuen Kindergartens mit 50 Plätzen und der Kinderkrippe übernimmt die Kita Saarland gGmbH. Sie ist, mit Ausnahme des Kindergartens St. Peter, auch Träger für alle anderen kirchlichen Kindergärten im Stadtgebiet. Staatssekretärin Gabi Schäfer sprach in Vertretung der saarländischen Kultusministerin von einem "ganz besonderen Ereignis", und betonte die Wichtigkeit der entstandenen Krippenplätze. Das Land sei sehr froh, dass die Stadt Merzig sich auf diesem Gebiet so stark engagiere. Sie sei überzeugt davon, dass die Kinder sich in dieser sehr schönen Einrichtung sehr wohl fühlen werden. Leiterin Helga Trapp warf gemeinsam mit den Kindergartenkindern, die das Lied "Wir bauen einen Kindergarten" vortrugen, einen Blick zurück, wie es zum Bau des neuen Kindergartens kam (siehe dazu nebenstehenden Bericht). Zahlreiche Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Vertreter städtischer Gremien, Dechant Manfred Thesen, der die neue Kita St. Josef im Anschluss an die Ansprachen einsegnete, Kindergartenleiterin Helga Trapp und ihre Vorgängerin Schwester Augustina, Rainer Borens und Helga Bourgeois von der Kita Saarland gGmbH, der Leiter der benachbarten Grundschule, Gottfried Heisel, Vertreter der bauausführenden Firmen sowie zahlreiche Eltern und Kinder. redHilbringen. Nach dem Vorschulentwicklungsplan war ursprünglich zunächst vorgesehen, den bestehenden kirchlichen Kindergarten St. Josef zu sanieren und qualitativ zu verbessern. Auf Grund des bei den Untersuchungen festgestellten sehr hohen Sanierungsbedarfs waren weitere Nutzung oder Umbau jedoch nicht sinnvoll. Die in der Folge in Gesprächen zwischen der Kreisstadt und der Caritasträgergesellschaft Saarbrücken (CTS), die Trägerin des benachbarten Altenheimes war, entwickelte Konzeption einer Erweiterung des Altenheimes zur Unterbringung des Kindergartens hätte jedoch nicht die von der Stadt gewünschte Möglichkeit der Schaffung eines Kinderkrippen- und Tagesstättenangebots geboten. So entstand die Idee eines Neubaus im Bereich der Grundschule.Durch die Umnutzung eines Seitenflügels und der früheren Hausmeisterwohnung sowie einen Erweiterungsbau konnte hier ein Raumangebot geschaffen werden, das den heutigen Ansprüchen an sinnvolle pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen voll und ganz genügt. Die ehemaligen Klassenräume boten genügend Platz, um zwei Gruppenräume mit großzügiger Spielfläche entstehen zu lassen. Durch den Einbau von Tür- und Fensterelementen wurden die Räume mit dem neu entstandenen geschützten Hof- und Spielwiesenbereich verbunden. Im Erdgeschoss entstand die neue Kinderkrippe, das Obergeschoss wird für Personal-, Archiv- und Lagerräume genutzt. In einem zwischen Kindergarten und Schulgebäude errichteten neuen Gebäudeteil wurden ein großer Mehrzweckraum, die Küche und der Speiseraum geschaffen. Das Leiterinnenbüro im Eingangsbereich ermöglicht den Überblick über die gesamte Anlage. Gestalterisch wurde der Um- und Erweiterungsbau dem Gesamtgebäudekomplex von Schule und Kindertageseinrichtung angepasst, wobei mit der Verwendung von Materialien wie Holz, Glas und Aluminium und Gebäudefarben Akzente gesetzt wurden. red "Die Nachbarschaft von Kindergarten und Grundschule bietet viele Vorteile"OB Alfons Lauer