Vorbildlich bei Gesundheitsförderung

Vorbildlich bei Gesundheitsförderung

Drei Projekte aus dem Landkreis Merzig-Wadern waren unter den Gewinnern der dritten Auflage des Wettbewerbs „Gesund leben – gesund bleiben“. Ausgezeichnet wurden die Sieger von Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

"Insgesamt hatten mehr als 30 Personen, Institutionen und Vereine ihre Projekte zur Gesundheitsförderung eingereicht", betonte Bachmann. Weiter sagte die Ministerin: "Wir hatten Projekte aus den Bereichen Inklusion, Gendergesundheit und Suchtprävention gesucht. Das konnten Angebote sein, wie man eine gesunde Lebensweise in alltägliche Abläufe und den beruflichen Alltag integrieren kann, Projekte, die sich an spezielle Zielgruppen richten und Vorbild sein können, Maßnahmen, die mehrere Aspekte einer gesunden Lebensweise miteinander verbinden und eine dauerhafte Wirkung erzielen."

Lebensqualität steigern

Den zweiten Platz in der Kategorie "Gendergesundheit" belegte das Projekt "Therapie/Bewegung in der Krebsnachsorge" des Gesundheitsstudios "Frau Aktiv - Losheim". Brustkrebspatientinnen sollen dort im Schutz der Gruppe mit Hilfe von Bewegung, gesunder Ernährung sowie Spaß und Ablenkung ihre Gesundheit verbessern. Das Projekt biete den betroffenen Frauen Nachsorge und unterstütze diese dabei, ihre Lebensqualität zu steigern.

Die Jury begründete die Entscheidung: "Es ist außergewöhnlich, dass dieses Projekt von einer kommerziellen Einrichtung auf den Weg gebracht wurde. Es handelt sich zudem um ein noch recht neues Projekt, das im September vergangenen Jahres gestartet ist." Vor allem die Kombination aus Bewegung, gesunder Ernährung, Spaß und Ablenkung, mit der die Frauen ihren Gesundheitszustand verbessern könnten, habe überzeugt. "Wir finden es unterstützenswert, dass solche Kurse auch im ländlichen Raum angeboten werden, um Patientinnen Anfahrwege zu ersparen. Wir bewerten die Krebsnachsorge des Gesundheitszentrums für vorbildlich, die auch Nachahmer in anderen Landesteilen verdient", so die Jury. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Patin ist SZ-Redakteurin und Jury-Mitglied Ute Klockner.

"Jeder wird motiviert"

Den dritten Platz in der Kategorie "Gendergesundheit" belegte der Saarschleifen-Cup für Allrounder des Leichtathletikvereins Merzig . Der Saarschleifen-Cup ist den Worten des Vereins nach eine Mischung von Volkslauf-Angeboten unterschiedlicher Anspruchsformen. Das Projekt diene der Förderung des Breiten- und Gesundheitssports sowie der Unterstützung karitativer Zwecke. Die Jury: "Überzeugt hat uns die vorbildliche Verknüpfung von bestehenden Angeboten. Der Leistungsgedanke spielt eine geringe Rolle, dadurch wird jeder motiviert, sich zu beteiligen." 500 Euro gab's für die Platzierung.

Neue Kontakte knüpfen

Platz drei in der Kategorie "Inklusion" erhielt "Come Together After Work Losheim - Party für Menschen mit und ohne Behinderung" des Forums für Menschen mit Handicap im Landkreis Merzig-Wadern und des Arbeitskreises "Come Together" aus Saarbrücken: Diese Fete fand erstmals im Mai 2012 statt und bietet besonders Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, neue Kontakte, auch zu Nichtbehinderten, zu knüpfen. Hier sollen Ängste sowie Barrieren abgebaut und gemeinsam angenehme Stunden erlebt werden. Die Jury sagte: "Es ist eine tolle Idee, Geselligkeit als Vehikel für Verständnis zu nutzen. Der Landkreis ist damit ein gutes Vorbild. Die Helfer stammen aus Vereinen und Verbänden, sind freie Mitarbeiter des Forums und werden durch ehrenamtliche Helfer unterstützt."