Vollsperrung von Pellinger Tunnel sorgt für Unmut wegen Umleitung

Kostenpflichtiger Inhalt: Pellinger Tunnel gesperrt : Stillstand herrscht zwischen Wellingen und Borg

Die kurzfristige Sperrung des Pellinger Tunnels sorgt seit Mittwoch für Verkehrschaos und massiven Unmut in den Dörfern entlang der Umleitungsstrecke. Bürgerinitiative: Vollsperrung ist übertrieben.

Böse Überraschung für Autofahrer und Anwohner im Raum Tünsdorf/Perl: Am Mittwoch wurde der Pellinger Tunnel an der Autobahn A 8 kurzfristig in beide Richtungen gesperrt. Als Grund wurde in den Hinweisen im Verkehrsfunk ein Defekt in der Notstromversorgung angegeben. Die Sperrung soll demnach bis Dienstag, 5. November, andauern.

Die Sperrung sorgte bereits am ersten Tag auf der Umleitungsstrecke über die Landstraße 170 für ein veritables Verkehrschaos, massive Verkehrsbehinderungen, kilometerlange Staus und gewaltigen Unmut unter Autofahrern und den Anwohnern der Dörfer, durch die die Umleitungsstrecke führt. „Kein Kind kam sicher über die Straße! Fast kein sicherer Fußgängerüberweg. Stoßstange an Stoßstange von Perl-Borg bis Wellingen. Maximale Belastung durch den enormen Schwerlastverkehr.“ So beschreiben in einer Zusendung an unsere Redaktion Vertreter der Bürgerinitiative zum Endausbau der A8 und gegen die Sperrung des Pellinger Tunnels die Zustände. Maria Bänsch (Schwemlingen), Kurt Robinius (Tünsdorf) und Andreas Hoffmann (Büschdorf) zeigten sich bestürzt darüber, dass der Landesbetrieb für Straßenbau diese Totalsperrung so unvermittelt und ohne vorherige Ankündigung vollzogen hat. Seit 2009 habe die BI sich dafür eingesetzt, dass es zu keiner Vollsperrung des Tunnels mehr kommen soll, um die Umleitungsstrecke nicht durch den massiv gewachsenen Verkehr von und nach Luxemburg zu überlasten. Und eigentlich habe man der BI auch zugesagt, dass es künftig keine längeren Vollsperrungen mehr geben solle, sagen Bänsch, Robinius und Hoffmann und fordern den LfS auf, sich an die damaligen Zusagen zu halten. Diese hätten gelautet: „Gegenläufiger Verkehr durch den Pellinger Tunnel; Sperrung nur noch nachts und nach vorheriger Ankündigung; Sperrung tagsüber nur bei Unfällen oder entsprechenden Notfallsituationen; keine Sperrung über Tage zwecks Wartung oder Instandhaltung“.

Die jetzige mehrtägige Totalsperrung wegen eines Defektes in der Notstromversorgung halten die BI-Vertreter für nicht angemessen: „Auch wenn jetzt ein defektes Notstromaggregat ursächlich ist, so hätte man vorübergehend ein Leihgerät anschließen können, oder den Verkehr mit stark verminderter Geschwindigkeit durch den Tunnel führen können.“ Stattdessen aber den Tunnel voll zu sperren, halten die BI-Vertreter für übertrieben.

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