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Volksmusik zum Mitsingen und Mundart vom Feinsten

Volksmusik zum Mitsingen und Mundart vom Feinsten

Merchingen. Beim Merchjinger Mundartnachmittag wurde ein tolles, von Akteuren aus dem grünen Kreis gestaltetes Programm geboten. Kreisvorstandsmitglied Werner Reinert, der durch das Programm führte und selbst mitwirkte, konnte als Gast auch den Kreisheimatvereinsvorsitzenden Hubert Schommer

Merchingen. Beim Merchjinger Mundartnachmittag wurde ein tolles, von Akteuren aus dem grünen Kreis gestaltetes Programm geboten. Kreisvorstandsmitglied Werner Reinert, der durch das Programm führte und selbst mitwirkte, konnte als Gast auch den Kreisheimatvereinsvorsitzenden Hubert Schommer. Die singenden Merchinger Bauern (Leitung von Theo Seiwert) ließen Volkslieder erklingen und luden auch zum Mitsingen ein. Der Merchinger Seiwert begann auch die Reihe der Vorträge mit seiner Lesung "Wie den Herrgott dän eeschde Mann erschaff hott." "Watt häescht he.i Emanzipation", meinte Edeltraud Hauch aus Ber(g)jen und stellte fest, dass mer nur zusammen "en richt Fuhr fiehrt". Über die Probleme met err fransesisch Rechnong, der Frage "Solle mer bauen" on Huddel sowie Lösungsvorschlägen bei der Besucherzählung ließ sich der gebürtige Beckinger und jetzige Honzer Bürger Hans-Peter Spelz aus. Helga Scholtes on Winfried Lauer aus Honzert bekannten in ihrem Gedicht "Eich är`ßen de Grompern greilisch gä.er." Auf die Eigenheiten des Moselfränkischen wies Franz Bierbrauer aus Weeskerchen hin. "Fiehr vill Keener wor Deitsch en der Scho.el de erschd frimm Sproch", befand er. In einer Gastwirtschaft in Steinberg spielte sich die Erzählung vom "Samstagbend" ab. Vom musizierenden Bandocon, der gefragt wurde, ob seine Tochter in Paris wohne und darauf verglich: "Wenn Weiskirchen Paris wäre, wohnte sie in Konfeld." Zu "Freier on haut" meinte er: Haut kocht jeder sein eijennen Sopp. Wie ihr Enkelchen vonerr "Bei" (Biene) gestochen wurde, vom vierten Gebot on vom Anschdersenn sprach Marlene Kasper aus Wadern. Friedrich Ebert, auch Wadern wohnhaft, trug ein Gedicht vom Vögelchen im Baum in seinem Püttlinger Dialekt vor. Vom kleinen Waldemar aus Köln, der einige Zeit in Wahlen weilte und Seltsames erlebte, berichtete die Wöhlenerin Gertrud Helfen in ihrem Vortrag "Et äess e Städter." Wie sich die Nachbarn früher zum Gespräch en den Heisern getroff hotten, schilderte Herbert Engstler aus der Honzer Heck met seiner Lesung "Em Mäihaus." Von seiner Tant Bäp, der Guggucks-Auer on dem verhängnisvollen Kettenkarussell wusste der 90-jährige Josef Meiers aus Kunweld zu erzählen."De lange Wenter" Werner Reinert aus Honzert brachte das Gedicht "De lange Wenter" zu Gehör. Davon, dass man Freidess käe Wurschd äeßen durfte, und vom Schwein als Haus- und Schlachtdier handelte der Vortrag der Baachemerin Irmgard Diwersy. Wat fier en Arwet et wor, um fier de Wenter Feierholz se machen, schilderte das Honzrather Mundart-Original Erhard Heinz. Als krönenden Schlusspunkt brachte er die Solonummer die Probleme Familie Scheppschniss beim Kierzenausblo`sen. Kreisvorstandsmitglied Reinert bedankte allen Mitwirkenden mit einem Präsent und lobte auch den Heimatverein Merchingen als vorzüglichen Gastgeber.