Volkshochschule Merzig-Wadern baut Zweitstandort in Brotdorf

Kostenpflichtiger Inhalt: VHS Merzig-Wadern baut in Brotdorf : Ein neues Haus mit Platz für viele Kurse

Die Volkshochschule Merzig-Wadern errichtet in Brotdorf einen zusätzlichen Standort. Bis zum Sommer 2021 soll alles fertig sein.

Die Volkshochschule (VHS) Merzig-Wadern baut einen Zweitstandort im Merziger Stadtteil Brotdorf. Dazu hat der dreiköpfige Vorstand der Bildungseinrichtung einen Bauwerkvertrag mit der Fell GmbH unterzeichnet, teilte die VHS jetzt mit. Das Gebäude wird in der Hausbacher Straße auf dem ehemaligen Gelände des Raiffeisenmarktes entstehen.

„Die Weichen für moderne Räumlichkeiten insbesondere für den Bereich Gesundheit und Prävention, die allen Bürgern des Landkreises mit zahlreichen Kursangeboten offen stehen und zugute kommen, sind damit gestellt“, freute sich Torsten Rehlinger, seit 2016 Vorsitzender der Volkshochschule Merzig-Wadern. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Benno Rupp und Siegfried Treis sowie VHS-Geschäftsführerin Ulrike Heidenreich hatte sich Rehlinger mit Fell-Geschäftsführer Thomas Grünewald zur Vertragsunterzeichnung verabredet.

Der Vorstand der Volkshochschule hat einen Bauwerkvertrag für ein neues Gebäude in Brotdorf unterzeichnet. Foto: VHS/Carina Hilt

In ihrer mittlerweile 60-jährigen Geschichte habe sich die VHS Merzig-Wadern als wichtiger Partner für Landkreis, Städte und Gemeinden etabliert – nicht nur in Belangen der Erwachsenenbildung, sondern auch in gesamtgesellschaftlichen Aufgaben wie der Daseinsvorsorge, Präventionsmaßnahmen, Integration, Grundbildung und Alphabetisierung. „Wir verstehen es letztlich als unsere Aufgabe, den Zusammenhalt der Gesellschaft im gesamten Landkreis zu stärken“, betonte Geschäftsführerin Ulrike Heidenreich.

So wird das neue VHS-Haus in Brotdorf in der Rückansicht aussehen. Foto: Architekturbüro BSA

In diesem Zeichen stehe auch der VHS-Neubau in Brotdorf. Übergeordnetes Ziel sei eine zukunftsorientierte Ausrichtung der VHS im Landkreis Merzig-Wadern, sagte Heidenreich.

Insgesamt seien zwei große Zukunftstrends zu erkennen: Digitalisierung und Gesundheit. „Gerade im Bereich Gesundheit herrscht im Landkreis großer Bedarf“, berichtete Torsten Rehlinger, der auch Brotdorfer Ortsvorsteher ist. Der landkreisweite Bedarf im Gesundheitsbereich könne durch Vereine, Institutionen und private Anbieter derzeit nicht gedeckt werden. Dies zeige sich etwa an langen Wartelisten bei Kursangeboten von Vereinen und Fitnessstudios, langen Wartezeiten im Rehakursbereich und mangelnden Räumlichkeiten für Bewegungsaktivitäten.

Während die VHS durch kontinuierliche Investitionen in Sachen Digitalisierung auf der Höhe der Zeit sei, bestehe im Gesundheitsbereich noch Nachholbedarf, berichtete Ulrike Heidenreich. Die im VHS-Haupthaus in der Merziger Gutenbergstraße vorhandenen Räumlichkeiten reichten nicht aus, seien zu klein und zudem nicht barrierefrei. Da soll das neue Gebäude in Brotdorf nun endlich Abhilfe schaffen: mit modernen Gymnastik-, Bewegungs- und Entspannungsräumen, die eine angenehme Atmosphäre bieten.

Und warum wurde von der VHS gerade Brotdorf als zusätzlicher Standort ausgewählt? „Wir wollten uns räumlich stärker als zuvor in Richtung Hochwald orientieren, um die Hochwaldregion noch besser in unser Angebot einbeziehen zu können“, erklärte Heidenreich. Man könne in Brotdorf zudem von einer sehr gute Infrastruktur und direkter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr profitieren.

Bereits im Jahr 2018 hatte die VHS das Grundstück des ehemaligen Raiffeisenmarktes in der Hausbacherstraße gekauft. Eine Haltestelle der Buslinie R1 liegt unmittelbar vor der Haustür des künftigen VHS-Gebäudes. „Unsere künftigen Besucher werden von der hochwertigen Lage in unmittelbarer Nähe der Sparkasse sowie eines großen Einkaufsmarktes profitieren“, findet Heidenreich. Es gebe zudem viele Parkmöglichkeiten. Besonders geeignet sei der neue VHS-Nebenstandort durch die zentrale Lage: „Da im Umkreis von 15 Kilometern um Brotdorf die Kreisstadt Merzig, die Gemeinden Mettlach, Losheim am See, Weiskirchen und das Haustadter Tal liegen, wohnen 79 Prozent aller VHS-Teilnehmer im direkten Radius unseres neuen Gebäudes. Weitere zwölf Prozent unserer Kundschaft leben in der Gemeinde Wadern, die durch die Buslinie R1 angeschlossen sein wird.“ Die Einweihung des neuen Gebäudes – inklusive Lancierung eines ganz neuen Gesundheitskursprogramms – ist für den Sommer 2021 geplant.

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