Volkshochschule Merzig bietet Führung durch Ausstellung „Photowelten“ an

Merzig : Volkshochschule bietet Führung durch Ausstellung „Photowelten“ an

Raritäten aus der Welt der Fotografie gibt es derzeit im Museum Schloss Fellenberg in Merzig zu sehen. Am Dienstag, 9. April, bietet die Volkshochschule Merzig eine Führung durch die Ausstellung „Photowelten – ein Querschnitt durch die historische Fotosammlung Maria Wallpott“ des Landesarchivs Saarbrücken.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr vor dem Museum. Die Führung übernimmt der Kurator der Ausstellung, Hermann Lehnhoff.

„Die Ausstellung zeigt Beispiele seltener Zeugnisse der frühen Fotografie ab 1842 und kulturhistorisch wertvolle Originale aus der Zeit des deutschen Kaiserreichs, des Ersten und Zweiten Weltkrieges, der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der Nachkriegszeit sowie der 1950er bis 1980er Jahre“, berichtet Ulrike Heidenreich, Geschäftsführerin der Volkshochschule Merzig-Wadern (VHS). Besonders der Ausstellungsschwerpunkt Bildnisfotografie vereine die Werke bekannter Fotografen mit den Porträts berühmter Persönlichkeiten, die vielmals von diesen eigenhändig signiert seien, so die VHS-Chefin.

„Mit ihren Unikatfotografien, darunter Daguerreotypien, Ambrotypien, Ferrotypien und Pannotypien, Talbotypien und frühen Alumniumabzügen enthält diese Ausstellung auch das gesamte Spektrum frühester Fotografieformen“, betont Ronny Lauer, VHS- Dozent im Bereich Fotografie, der die Führung ebenfalls begleiten wird, um die fotografietechnischen Gegeben- und Besonderheiten zu erläutern. „Angefangen von dem Vorläufer der Fotografie, der Silhouette des 18. und 19. Jahrhunderts, sind über so genannte Carte-de-Visite- und Cabinetaufnahmen bis hin zur Pressefotografie des 20. Jahrhunderts fast alle Arten und Formen vertreten, die die Entwicklung dieses Mediums in den letzten 180 Jahren beleuchten“, sagt der Foto-Experte.

Zusammengetragen wurde die Sammlung seit Anfang der 1970er Jahre von Maria Wallpott und ihrem Lebensgefährten Hermann Lehnhoff. Nach dem frühen und plötzlichen Tod von Maria Wallpott im Jahr 1999 entschied Hermann Lehnhoff, die Sammlung im Namen seiner Partnerin weiterzuführen. 2009 wurde sie als Geschenk dem Landesarchiv des Saarlandes übergeben. Sie wird fortwährend ergänzt und erweitert.

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