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„Villa Fuchs ist ein Erfolgsmodell“

„Villa Fuchs ist ein Erfolgsmodell“

CDU-Kreistagsfraktion in Merzig sieht Kulturzentrum als Entlastung für Städte und Gemeinden

Die Kreistagsfraktion der CDU sieht in der Debatte um das Kreiskulturzentrum Villa Fuchs die Finanzierungsgrundlage der Einrichtung als "zeitgemäß und richtig" an und weist die Kritik der SPD im Kreistag entschlossen zurück. Edmund Kütten, Vorsitzender der CDU-Fraktion: "Die Aussagen der SPD-Fraktionsvorsitzenden Evi Maringer sind falsch: Die SPD hat dem Haushalt wie der Festlegung des Mitgliedsbeitrages nach eingehender Diskussion und Erläuterung im Kreisausschuss geschlossen zugestimmt." Die Villa Fuchs hat sich für Kütten "als bewährtes Erfolgsmodell interkommunaler Zusammenarbeit im kulturellen Bereich erwiesen und zeigt, dass eine Zusammenarbeit einzelner Städte und Gemeinden gebündelt auf der Landkreisebene durchaus Sinn machen kann".

Nach Meinung der CDU werde durch die von der Villa Fuchs organisierten Veranstaltungen seit Jahren ein "anspruchsvolles und bedarfsgerechtes Kulturangebot im gesamten Landkreis" sichergestellt. Somit übernehme die Villa Fuchs wichtige kulturelle Aufgaben der ihr angeschlossenen Städte und Gemeinden und entlastet diese dadurch. Gerade durch Veranstaltungen wie "Landkreis im Licht", dem Filmprojekt "Merhaba" und regelmäßige Veranstaltungen wie den Merziger und Orscholzer Kultursommer hebe sich das Kreiskulturzentrum deutlich von sonstigen Anbietern ab und erfülle seinen satzungsgemäßen Auftrag. Auch die Durchführung von Kulturveranstaltungen in der Stadt Wadern (als einzige Kommune kein Mitglied der Villa Fuchs) in diesem Jahr begrüßt die CDU und verspricht sich davon, in naher Zukunft eventuell Wadern als Mitglied zurückgewinnen zu können.

In Bezug auf die angesprochene finanzielle Schieflage der Villa Fuchs nimmt das von der CDU im Kreistag entsandte Vorstandsmitglied der Villa Fuchs, Michael Gillenberg, Stellung: "Von finanziellen Problemen der Villa Fuchs kann keinesfalls die Rede sein. Richtig ist, dass es durch sich ändernde Rahmenbedingungen und auch steigende Preise in der Branche bei gleichbleibenden Mitgliedsbeiträgen schwieriger wird, das gewohnte, von den Städten und Gemeinden gewünschte Angebot aufrecht zu erhalten." Die CDU-Fraktion begrüße daher die vom Vorstand der Villa Fuchs beschlossenen Einsparungen im Bereich der Personalkosten. Gillenberg: "Auch die einstimmig durch den Vorstand der Villa Fuchs und den Kreisausschuss verabschiedete Haushaltsplanung für das Jahr 2017 sieht keinen Fehlbetrag vor. Durch die Festschreibung des Mitgliedsbeitrages des Landkreises bis ins Jahr 2019 hat die Villa Fuchs ein klares Limit, aber auch Planungssicherheit."

Abschließend unterstreicht Edmund Kütten: "Nach Beantwortung der kritischen Fragen besonders von Evi Maringer in der Kreisausschusssitzung vom 30. Januar durch den Geschäftsführer der Villa Fuchs, Michael Rauch, fasste das Gremium den einstimmigen Beschluss, den Mitgliedsbeitrag nicht abzusenken, ihn aber bis zum Jahre 2019 festzuschreiben." Kütten: "Das bedeutet natürlich, dass jegliche Personalkostensteigerungen, insbesondere durch tarifliche Erhöhungen, von der Villa Fuchs selbst getragen werden müssen." Die CDU gehe nach dem einstimmigen Votum im Kreisausschuss davon aus, "dass alle in der Kreisausschusssitzung anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der CDU, FDP sowie der SPD den Haushaltsentwurf und die Zahlung eines gleichbleibenden Mitgliedsbeitrages bis 2019 mittragen".

Die Diskussion ist entbrannt, nachdem die SZ ein Schreiben des Geschäftsführers der Merziger Agentur Kultopolis veröffentlicht hatte. Ihm war sauer aufgestoßen, dass die Villa mit Steuermitteln finanziert Kulturveranstaltungen durchführt, die in hohem Maße kommerziell sind. Dabei Laufe die Villa dann Gefahr, dicke Verluste einzufahren etwa bei der Höhner-Veranstaltung von 2016.