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Viez als Alleinstellungsmerkmal der Region

Viez als Alleinstellungsmerkmal der Region

Bilderbuch-Wetter sorgte am vergangenen Sonntag für eine gelungene Saisoneröffnung der Viezstraße in Hilbringen.

Erfolgreicher Start in die neue Saison: Schirmherr Ortsvorsteher Stefan Dorbach und Vorsitzender Wolfgang Schmitt gaben im Beisein zahlreicher Besucher den Startschuss.

Schmitt würdigte den Merziger Viez als Alleinstellungsmerkmal für die Region. Für die Zukunft gelte es, die Viezstraße und den Viez noch weiter über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen. So strebt Wolfgang Schmitt an, die Ortseingangsbereiche von Merzig mit Apfelbäumen zu verzieren, um so symbolisch ein Tor zur "Viezstraße" zu schaffen.

Die Viezstraße, die von Merzig bis Trier reicht und zukünftig in der anderen Richtung bis auf den Bietzerberg und nach Wallerfangen verlängert werden soll, steht aber nicht nur für Viez, so Wolfgang Schmitt, sondern verkörpert viel mehr die komplette Kulturlandschaft der Region mit all ihren Eigenheiten und gibt ihr so ihre ganz besondere Identität.

Träger der Regionalprojektes ist inzwischen der Verein "Viezstraße", der aus der früheren Saargau-Touristik hervorgegangen ist und in diesem Jahren 20jähriges Bestehen feiern kann.

Der Auftakt dazu war bei bestem Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein vielversprechend, zumal auch einige der selbstvermarktenden Mitgliedsbetriebe zum "Tag der offenen Tür" einluden.So herrschte den ganzen Tag über Hochbetrieb in und rund um die Baumschule Grau, zumal hier auch die Privatgärten zur Besichtigung freigegeben waren. Aber auch die Gartenbaubetriebe Bessay und Rass lockten mit ihren Aktionen und Angeboten zahlreiche Besucher an.

Zahlreiche Vereine machten mit und steuerten mit ihren Ständen und Aktivitäten mit zum Gelingen dieses stimmungsvollen Saisonstarts der Viezstraße bei.

Herry Schmitt und seine Band sorgten für den "guten Ton", Auch der Musikverein Nohn war mit von der Partie und sorgte ebenfalls dafür, dass die Unterhaltungskomponente nicht zu kurz kam. Aber auch der ein oder andere Anlieger steuerte seinen Beitrag zum "Fest" bei. Jenny Kunz stellte kurzerhand ihr Spinnrad vor die Haustür ins Freie und demonstrierte gekonnt die Verarbeitung der "Wolle" ihrer Angora-Kaninchen, und ihr Ehemann Daniel Kunz betätigte sich direkt daneben an seiner mobilen Esse als Kunstschmied.Mit von der Partie waren nach Auskunft des Schirmherrn Stefan Dorbach die "Lustigen Sänger" von Ballern, die Kita St. Josef, der Heimatverein Ballern und die Funkengarde aus Ballern. Nicht dabei war die amtierende Viezkönigin, wurde aber hervorragend von der Orscholzer Erntekönigin und ihrer Prinzessin vertreten, die beide Michelle heißen.

Zu den besonderen Attraktionen und Anziehungspunkten zählte Salzmanns Oldtimer-Citroen, an dem Andrea Schweizer und ihr Ehemann feinstes Meersalz aus Frankreich sowie ganz besondere diffizile Gewürzmischungen anboten. Ihr ganz besonderer Geschmack konnte direkt vor Ort mit "frischer Kässchmier", entsprechend gewürzter Quark auf französischem Baguette, gekostet werden. Auch ansonsten hatte das Saisoneröffnungsfest der Viezstraße geschmacklich viel zu bieten. Vom einfachen Schwenker bis hin zum selbstgebackenen Kuchen gab viel Leckeres zu essen. Dazu kamen Bier vom Faß, heimischer Viez und bekannt wohlschmeckenden und gut bekömmlichen Weine der Region sprich Obermosel. Da das Wetter von früh bis spät mitspielte, wurde es für die Merziger Viezstraße ein rundum gelungener Saisonstart.

Zum Thema:

 Vorsitzender Wolfgang Schmitt mit Erntekönigin Michelle (links) und Ernteprinzessin Michelle.
Vorsitzender Wolfgang Schmitt mit Erntekönigin Michelle (links) und Ernteprinzessin Michelle.

Wo die Landschaft nach Äpfeln schmeckt Die Viezstraße führt von Wallerfangen bis Konz. Der Saargau ist geprägt von zahlreichen Streuobstwiesen, offenen Feldern und kleinen Dörfern. Die rund 150 km lange Strecke ist durchgehend beschildert und eignet sich hervorragend für eine abwechslungsreiche Tour. Eine Besonderheit der Region ist der Viez. Auf den zahlreichen Streuobstwiesen wachsen die kleinwüchsigen Äpfel für den Viez heran. Traditionell ist der Viez durchgegoren mit einem Alkoholgehalt von rund 5 bis 7 Prozent.