Vier Tore, vier Platzverweise

Merzig-Wadern. Fußball-Verbandsligist SV Schwemlingen-Ballern muss weiter auf den ersten Sieg vor heimischer Kulisse warten. Gegen die SG Noswendel-Wadern gab es am Wochenende eine 1:3-Niederlage

Merzig-Wadern. Fußball-Verbandsligist SV Schwemlingen-Ballern muss weiter auf den ersten Sieg vor heimischer Kulisse warten. Gegen die SG Noswendel-Wadern gab es am Wochenende eine 1:3-Niederlage. Mit dem Dreier haben sich die Hochwälder, jetzt neun Zähler, etwas Luft im Tabellenkeller verschafft, während für Schwemlingen als Tabellenvorletzter mit nur fünf Punkten nach neun Spielen die Kirchturmglocken den Abstiegskampf eingeläutet haben.Mit hängenden Köpfen verließen die heimischen Akteure den Platz, auch die Anhänger zeigten sich vom Spiel ihrer Mannschaft enttäuscht. Dass es kein schönes Fußballspiel wurde, daran hatte aber auch der Schiedsrichter seinen Anteil. Mit gleich neun Gelben Karten, dazu drei Ampelkarten sowie einmal Rot hatte er zuweilen den Überblick verloren, aber auch ein ganz klares Handspiel übersehen. "Wir konnten unser Überzahlspiel nicht in Tore ummünzen", ärgerte sich Schwemlingens Trainer Kai Uwe Hahn. Auch er selbst konnte nach seiner Einwechslung keine torgefährlichen Akzente setzen. Für seinen Trainer-Spezi Patric Rapin dagegen war das Spiel nach einer halben Stunde beendet. Wegen Meckerns nach einem nicht gegebenen Handelfmeter für seine Elf und einem Foul musste er vorzeitig zum Duschen. Vom Platz mussten auch sein Mitspieler Patrick Salmon sowie die Schwemlinger Mentor Avdijaj und Andreas Enzweiler. Den besseren Fußball bot eindeutig die Gästeelf, die nach frühem Rückstand, den Tayfum Külekci nach fünf Minuten und einem katastrophalen Abwehrfehler der Noswendeler besorgt hatte, immer besser ins Spiel kam. Ein klarer Elfmeter wurde den Hochwäldern wenige Minuten später verweigert. Doch vor allem im zweiten Abschnitt glänzten sie auch in Unterzahl mit gutem Kombinationsfußball. Zunächst verpasste Külekci noch eine große Möglichkeit für die Heimelf (46.), im Gegenzug glich Tobias Kochems dann nach gutem Zuspiel von Jan Philipp Grünewald für die Gäste aus. 20 Minuten später war Jörn Kiefer zur Stelle, der nach gleichem Strickmuster einen Flachpass von Fritz Gard verwertete. Mit einem Foulelfmeter stellte Gard, nachdem Torwart Yannik Schuler Noswendels Kochems von den Beinen geholt hatte, den Endstand her. "Der Sieg, zeitweise in Unterzahl mit großer Laufbereitschaft herausgespielt, war neben dem Punktekonto auch für unsere Moral sehr wichtig", sagte Rapin. Mit diesen Tugenden könne man am Samstag auch die nächste Aufgabe Schwalbach mit Zuversicht angehen. Für Schwemlingen wird es in Losheim dagegen schwer. Die Elf vom Stausee hat mit einem 4:2-Sieg beim Tabellendritten SC Großrosseln für eine Überraschung gesorgt. "Wir haben gut organisiert unser Spiel gemacht und gekämpft ", nennt Spielertrainer Faruk Kremic Gründe für den Sieg. eb