Rettungseinsätze auf dem Feld Neuer Verein rettet 47 Rehkitze vor dem Tod – und richtet Appell an Landwirte

Büdingen · Jahr für Jahr sterben viele Rehkitze, weil sie unter Mähmesser geraten. Ein neuer Verein in Büdingen will das verhindern – und hatte im letzten Jahr bereits großen Erfolg damit.

 Noch fliegt die Drohne in Augenhöhe der Kitzretter. Von links: Thomas Besse, Jan Dickmann und Stefan Hoffmann.

Noch fliegt die Drohne in Augenhöhe der Kitzretter. Von links: Thomas Besse, Jan Dickmann und Stefan Hoffmann.

Foto: Ackermann Dieter

Stefan Hoffmann ist glücklich: „Wir haben in diesem Jagd-Jahr bereits 47 Rehkitze vor dem Tod, oder noch schlimmer vor der Verstümmelung durch blitzende Messer von Mähmaschinen retten können.“ Mit dem Vorsitzenden des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins Wildtierrettung Büdingen haben all jene Landwirte allen Grund, auf diesen Erfolg stolz zu sein, die ihre bevorstehenden Mähaktionen bei Hoffmann rechtzeitig angemeldet hatten. Vielen Versuchen, die Jungtiere vor dem Mähtod zu retten, blieb in der Vergangenheit der große Erfolg versagt. „Das vorzeitige Absuchen der Wiesen durch Jagdhunde führte ebenso wenig zum Erfolg wie das Aufstellen von Wildscheuchen oder die Montage von Infrarotscannern an den Mähmaschinen“, sagt Hoffmann im SZ-Gespräch und fährt fort: „Allein der Einsatz von Drohnen hat sich inzwischen als der Königsweg erwiesen.“