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Verbraucherzentrale gibt Tipps gegen Schimmel
Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Schimmelbekämpfung

Schimmel in Räumen lässt sich leicht vermeiden.
Schimmel in Räumen lässt sich leicht vermeiden. FOTO: RioPatuca Images/Fotolia.com
Merzig-Wadern. (tth) Gerade im Winter haben viele Menschen in Wohnungen und Häusern Probleme mit Schimmel. Schimmel entsteht, wenn zum Beispiel Wände oder Decken feucht werden. Tapeten, Anstriche und poröse Baustoffe bilden dann zusammen mit Feuchtigkeit den Nährboden für die Entstehung dieser speziellen Pilzarten. „Schimmel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern unter Umständen auch ein gesundheitliches, denn er kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen“, sagt Werner Ehl, Bauphysiker und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Deshalb bestehe nach dem Entdecken großer Handlungsbedarf. Die Verbraucherzentrale gibt hier Tipps, was bei Schimmel zu tun ist.

(tth) Gerade im Winter haben viele Menschen in Wohnungen und Häusern Probleme mit Schimmel. Schimmel entsteht, wenn zum Beispiel Wände oder Decken feucht werden. Tapeten, Anstriche und poröse Baustoffe bilden dann zusammen mit Feuchtigkeit den Nährboden für die Entstehung dieser speziellen Pilzarten. „Schimmel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern unter Umständen auch ein gesundheitliches, denn er kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen“, sagt Werner Ehl, Bauphysiker und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Deshalb bestehe nach dem Entdecken großer Handlungsbedarf. Die Verbraucherzentrale gibt hier Tipps, was bei Schimmel zu tun ist.


Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten Schimmelschäden möglichst schnell beseitigt werden. Oberflächliche Schäden mit geringem Umfang (bis etwa 0,5 Quadratmeter) können von den Betroffenen selbst beseitigt werden, sofern sie nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren. Dabei sollte eine angemessene Schutzausrüstung verwendet werden (Schutzbrille, Atemschutz und Handschuhe). Bei größeren Schäden sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden.

Wichtig sei es auch, die Ursache für Schimmel zu klären. „Auslöser für Schimmelwachstum können zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen, bauliche Ursachen, zum Beispiel mangelnder Wärmeschutz oder Wärmebrücken, und eindringende Feuchtigkeit von außen sein“, erläutert Ehl. In jedem Fall sollte die Ursache ermittelt werden, damit der Schaden dauerhaft beseitigt werden kann und zukünftige Schäden vermieden werden. Schimmel in Mietwohnungen führt oft zu Konflikten zwischen Mietern und Vermietern. Der Vermieter sollte in jedem Fall über den Schimmelbefall informiert werden, raten die Experten.



Das Risiko für Schimmelbildung kann zudem mit anderen Maßnahmen gesenkt werden. Wichtig sind laut Verbraucherzentrale vor allem richtiges Lüften und Heizen. Mit regelmäßigem Lüften kann die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung verringert werden. Am besten lässt sich der Erfolg des Lüftens durch ein Thermo-Hygrometer kontrollieren. Schimmelprobleme können jedoch auch bei ausreichendem Lüften auftreten. In diesen Fällen kommen laut Meinung der Fachleute Baumängel als Ursache in Frage.

Durch ausreichendes Heizen lässt sich das Risiko für Schimmelbildung ebenfalls verringern. Die Raumtemperatur sollte auch in wenig beheizten Wohnräumen nicht weniger als 16 Grad Celsius betragen. Beim Möblieren und Dekorieren raten die Experten ebenfalls zu Vorsicht: Sind etwa Möbel und Dekoration zu nah an kalten Wänden, behindern sie das Erwärmen der Wand und den nötigen Luftaustausch. Als Folge kann beispielsweise an der Rückseite von Schränken Schimmel entstehen. Ein ausreichender Abstand von fünf bis zehn Zentimetern zur Wand kann laut Verbraucherzentrale Schimmelprobleme verhindern.

Zuletzt können auch bauliche Maßnahmen Abhilfe schaffen. Nachträgliche Wärmedämmungen können das Schimmelrisiko erheblich senken. Mit dem nachträglichen Einbau von Lüftungstechnik wird außerdem dafür gesorgt, dass Wohnräume auch bei Abwesenheit der Bewohner ausreichend mit Frischluft versorgt werden.

Wer individuelle Empfehlungen für den Schutz vor Schimmel haben möchte, erhält diese bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Bei baulichen Verbesserungen bekommen Ratsuchende außerdem Informationen zur Umsetzung, zu den Kosten und zu möglichen Förderprogrammen des Staates. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist die Beratung  kostenfrei.

In Merzig finden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle, Am Gaswerk 10 (gegenüber Stadtwerke), statt. Termine können unter Telefon (0 68 61) 54 44 oder unter Telefon (06 81) 50 089 15 vereinbart werden.

(tth)