Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Schutz vor der Sommerhitze

Merzig : Sieben Tipps gegen Hitze im Haus

Ventilator oder Klimagerät? Fenster öffnen oder schließen? Die Verbraucherzentrale verrät, wie’s richtig geht.

Die Sommerhitze kehrt zurück: Nach einigen kühleren Tagen sollen die Temperaturen bis zum Wochenende wieder nahe an die 30-Grad-Marke heranreichen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat aus diesem Anlass sieben Tipps zum Hitzeschutz für Wohnräume zusammengestellt, die für ein angenehmeres Wohnklima im Sommer sorgen sollen.

Erstens: richtiges Lüften. „Lüften lohnt sich umso mehr, je kühler es draußen im Vergleich zur Innentemperatur ist“, sagt die Verbraucherzentrale. Hier biete sich die Verwendung eines Thermometers an, welches die Außen- und Innentemperatur misst, denn der subjektive Eindruck täusche oft.

Zweitens: Nutzen von Rollläden, Außenjalousien und Co. „Über Fenster dringt ein Großteil der Wärme in den Innenraum ein. Die Anbringung eines Sonnenschutzes ist deshalb besonders wichtig“, sagte die Verbraucherzentrale. Außen liegender Sonnenschutz sei deutlich wirksamer, da die Licht-Energie so gar nicht in den Raum hineinkomme. Automatisch gesteuerte Jalousien können für die Verschattung auch bei Abwesenheit sorgen.

Drittens: Sonnenschutzfolien und Sonnenschutzverglasungen. Sie bieten ebenfalls einen wirksamen Hitzeschutz, verdunkeln allerdings dauerhaft – auch im Winter – die Räume. Zur Not hilft ein weißes Tuch, das von außen vor das Fenster gehängt wird, raten die Verbraucherschützer.

Viertens: Obacht mit Klimageräten. „Klimageräte verbrauchen sehr viel Strom und verursachen damit erhöhte Kosten. Wer ein Klimagerät benutzen will, sollte ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse wählen“, sagt die Verbraucherzentrale. Die Effizienzklasse sei Teil des Energielabels und stehe gut lesbar auf jedem Gerät. Fest eingebaute Klimageräte, sogenannte Splitgeräte, sind erheblich energieeffizienter als mobile Monoblockgeräte. Die beste Effizienzklasse ist nach Auskunft der Energieberater „A+++“. Monoblockgeräte seien in der Regel drei Klassen schlechter. Bei der Auswahl sollte auch auf den Geräuschpegel des Klimageräts geachtet werden. Und, ganz wichtig, betont die Verbraucherzentrale: „Verwendet man ein Klimagerät, gilt: Fenster zu!“

Fünftens: Ventilatoren als Alternative. Vor der Anschaffung eines Klimageräts könne zunächst ein Ventilator ausprobiert werden. Denn, so die Energieberater: „Er verbraucht erheblich weniger Strom und ist damit umweltfreundlicher und günstiger im Unterhalt.“ Das Prinzip des Luftzugs könne man auch durch geöffnete Fenster erreichen. Auch wenn es draußen ein paar Grad wärmer sei als innen, habe der Luftzug kühlende Wirkung und lasse die Hitze erträglicher erscheinen. Aber: „Bei Windstille funktioniert das natürlich nicht.“

Sechstens: Natürliche Klimaregulierung durch Dach- und Fassadenbegrünung. „Bäume, Sträucher, Fassaden- und Dachbegrünung sorgen für eine natürliche Verschattung auf Wänden und Dächern und tragen dadurch zum Hitzeschutz bei“, empfiehlt die Verbraucherzentrale.

Siebtens: Konventionelle Dämmung hilft. Die Energieberater betonen: „Eine gute Dämmung des Dachs und der Außenwände hat einen dauerhaften positiven Einfluss auf ein angenehmes Wohnklima. Sie verhindert im Sommer, dass die Konstruktion durch Sonneneinstrahlung von außen erhitzt wird.“ Damit stehe die Speichermasse komplett dem Innenraum zur Verfügung und dieser bleibe im Vergleich länger kühl.

„Die Energieberater der Verbraucherzentrale beraten Verbraucher individuell und vor allem unabhängig zu geeigneten Hitzeschutzmaßnahmen“, erläutert Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale. Bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erhalten Eigenheimbesitzer außerdem Informationen zu den Themen Haustechnik, Sanierung und Neubauplanung. Die Energieberatung ist gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Infos gibt es online oder kostenfrei unter Tel. (08 00) 8 09 80 24 00.
In Merzig finden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle im Neuen Rathaus, Brauerstraße 5, statt. Anmeldung unter Tel. (0 68 61) 54 44 oder Tel. (06 81) 5 00 89 15.

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