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VdK-Kreisverband Merzig-Wadern bestätigt Lutwin Scheuer als Vorsitzenden durch Briefwahl

Erstmals durch Briefwahl : VdK Merzig-Wadern bestätigt Lutwin Scheuer im Amt

Der Vorstand und die Delegierten für den Kreis Merzig-Wadern sind erstmals in der Geschichte des Verbands per Brief gewählt worden.

Lutwin Scheuer ist als Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Merzig-Wadern für vier weitere Jahre in seinem Ehrenamt bestätigt worden. Dies teilte der Sozialverband jetzt mit. Die Wahl des Kreisvorstandes fand schriftlich statt – zum ersten Mal in der Geschichte des größten saarländischen Sozialverbandes, wie dieser betont.

„Wir werden uns in den nächsten vier Jahren für die Interessen der Menschen einsetzen, die uns brauchen. Im Kreis gibt es etliche soziale Probleme wie die mangelnde Barrierefreiheit in Arztpraxen, Geschäften oder Restaurants. Auch die medizinische Versorgung der Menschen im Hochwaldraum ist ein Brennpunkt“, sagt Lutwin Scheuer. Der frühere Betriebsratsvorsitzende der SHG-Kliniken Merzig und Konzernbetriebsratsvorsitzende der SHG-Gruppe steht seit 2008 an der Spitze des VdK-Kreisverbandes Merzig-Wadern, der inzwischen 7100 Mitglieder hat.

Seine neuen Stellvertreter sind der ehemalige hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Merzig, Dieter Ernst, und die Grundschullehrerin Frederike Potthoff. Neu im Vorstand ist zudem die Bürgerlotsin Brigitte Müller als Schriftführerin. Als Schatzmeister wiedergewählt wurde Robert Hemgesberg. Den Vorstand ergänzen fünf Beisitzer und als sozial erfahrene Person Bernd Seiwert, Abteilungsleiter für den Bereich Soziales, Inklusion und soziales Ehrenamt im Sozialministerium.

Bei der Briefwahl wurden zudem die Delegierten zum Landesverbandstag gewählt. Als Kreisvorsitzender ist Lutwin Scheuer auch Mitglied des Landesvorstandes. Dieser wird in einem weiteren Briefwahlverfahren bis zum Jahresende gewählt.

Der einmalige Vorgang einer schriftlichen Wahl war laut VdK notwendig geworden, da die Vereinssatzung nicht vorsieht, dass die Vorstände so lange im Amt bleiben, bis neue gewählt sind. Das schriftliche Wahlverfahren ist durch eine durch Corona bedingte Änderung der Rechtsvorschriften für Vereine bis zum Jahresende möglich. Sobald es die Situation wieder erlaubt, werden alle ausgefallenen Präsenz-veranstaltungen zur sozialpolitischen Agenda und zu verbandsinternen Themen nachgeholt.

Mit 51 000 Mitgliedern ist der VdK nach eigener Aussage der größte Sozialverband im Land. Als Interessenvertretung setzt sich der VdK bei Gesetzgebungsverfahren und in Gremien dafür ein, dass die Entscheider beispielsweise die Belange von Patienten, Menschen mit Behinderung oder Familien im Blick behalten.

Die auf Sozialrecht spezialisierten VdK-Juristen vertreten Mitglieder gegenüber Behörden, Krankenkassen und Versicherungsträgern, beispielsweise wenn das Krankengeld eingestellt, ein Pflegegrad be-ziehungsweise ein Grad der Behinderung verweigert oder eine Erwerbsminderungsrente nicht anerkannt wurde. Pro Jahr werden nach Verbandsangaben rund 4000 Verfahren geführt und mehrere Millionen Euro an Nachzahlungen für VdK-Mitglieder erstritten.