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Unterhaltsame Hommage an Peter Alexander

Unterhaltsame Hommage an Peter Alexander

„Servus Peter“ heißt das Musical, das Sänger und Schauspieler Peter Grimberg als Hommage an sein großes Idol Peter Alexander verfasst hat. Mit der Bühnenshow kommt Grimberg am Sonntag, 20. März, in die Merziger Stadthalle. SZ-Mitarbeiter Martin Trappen hat mit dem Autor, Regisseur und Hauptdarsteller des Stücks über sein Programm, seine Musik und seinen Ritterschlag gesprochen.

Herr Grimberg, Sie haben das Musical "Servus Peter" entwickelt. Worum geht es?

Peter Grimberg: Das ist als Hommage an Peter Alexander gedacht, ein großes Idol von mir. Es geht also vor allem um seine größten Hits und damit auch um die Musik der 50er und 60er Jahre. Und natürlich um den österreichischen Gasthof "Im weißen Rößl", in dem das Musical spielt.

Der Gasthof ist damit ja nach der Komödie mit Peter Alexander von 1960 benannt, die wiederum auf der Operette von Ralph Benatzky basiert. Wie viel hat Ihr Bühnenstück mit beiden gemeinsam?

Grimberg: Recht wenig, die Handlung des Musicals hat mit denen des Films und der Operette nichts zu tun, das Stück ist komplett eigenständig. Alles spielt natürlich "Im weißen Rößl", ist an die gleichnamige Vefilmung aber nur angelehnt. Der Gasthof erschien mir als ideale Kulisse für eine Verneigung vor Peter Alexander und seinem Lebenswerk.

Es dreht sich also alles um die Musik?

Grimberg: Ganz richtig. Selbstverständlich spielen wir die bekanntesten Hits von Peter Alexander , darunter "Die kleine Kneipe" und "Ich zähle täglich meine Sorgen". 18 Lieder an diesem Abend sind von ihm, aber auch beliebte Schlager wie "Ganz Paris träumt von der Liebe" von Caterina Valente und "Ich will keine Schokolade" von Trude Herr sind mit im Programm.

Die Musik steht also im Mittelpunkt. Aber ist das alles, was das Musical zu bieten hat?

Grimberg: Nein, wenn nicht mitgesungen wird, wird mitgelacht. Denn wir haben zudem auch viele Sketche im Programm. Das variiert natürlich von Abend zu Abend, da wir in wechselnder Besetzung spielen und der eine singt lieber mehr Lieder, der andere spielt lieber mehr Sketche.

Wie ist das Bühnenprogramm denn entstanden?

Grimberg: Der Anfang war tatsächlich eher zufällig. Sie müssen wissen, ich bin gebürtiger Österreicher, ich bin in Steyr in Oberösterreich geboren. Und 2007 habe ich Lieder von Peter Alexander , der, wie gesagt, mein großes Idol ist, neu aufgenommen. Und da meinten einige Kollegen, dass ich, ohne es versucht zu haben, genauso klinge wie Alexander. Sie rieten mir, doch ein Stück mit seiner Musik zu schreiben. In den folgenden vier Jahren habe ich das Ganze dann weiterentwickelt, bis wir damit 2011 große Premiere feierten. Bei dieser war auch Waltraut Haas zu Gast, die 1960 an der Seite von Peter Alexander die Rolle der Rößlwirtin gespielt hat. Sie hat mich und mein Musical an diesem Abend hochgelobt und damit zum Ritter geschlagen.

Sie bezeichnen "Servus Peter" als "Heile-Welt-Musical". Wie ist das zu verstehen?

Grimberg: Nun, die Leute sollen, solange sie bei uns sind, den Alltag vergessen und einfach Spaß haben. Darum bringen wir sie zum Mitsingen und Mitlachen, nehmen sie mit in die 50er und 60er Jahre und, entführen sie in den Gasthof am Wolfgangsee und lassen die Sorgen draußen.

Sie stehen bei dem Musical nicht alleine auf der Bühne. Wer sind denn ihre Mitstreiter?

Grimberg: Wir bilden auf der Bühne ein eingespieltes, sechsköpfiges Team. Ich übernehme die Rolle des Oberkellners Peter und mit Horst Freckmann habe ich meinen ganz eigenen "Heinz Erhardt " mit dabei. Er und ich sind jeden Abend mit dabei, ansonsten wechselt die Besetzung von Auftritt zu Auftritt. So übernehmen etwa abwechselnd mein Bruder Dieter Grimberg und Maico Claßen den Part des Doktor Schiefer, Sabine Murza, Miriam Köpke und Reba Williams spielen im Wechsel die Wirtin Mariandl. Schließlich haben wir Roxanne Rapp als Kellnerin Anna sowie Kai Kramosta und Dirk Hinzberg für die Rolle des Sigismund. Damit ist kein Abend wie der andere.

Wie hat sich das Programm denn mit der Zeit verändert?

Grimberg: Nach unserer Premiere 2011 suchten wir erst einmal einen Veranstalter. Zum Glück fanden wir Reset Produktion - die Leute dort haben an uns geglaubt und dazu beigetragen, dass wir das zurzeit erfolgreichste Musical On Tour sind. Dank Ihnen sehen aktuell täglich 8 Millionen Menschen unsere Werbung und wir sind seit 2015 ohne Unterbrechung unterwegs. Seitdem haben wir das Programm immer weiter ausgebaut: Wir singen noch mehr Lieder, spielen noch mehr Sketche. Und inzwischen sind es 130 Termine pro Jahr, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden. Da musste ich die meisten Rollen doppelt und dreifach besetzen.

Die Vorstellungen sind also gut besucht?

Grimberg: Oh ja. Und es kommen nicht nur, wie man meinen könnte, ausschließlich ältere Menschen zu uns. Je länger wir das Programm spielen, desto jünger werden die Fans. Mittlerweile kommen alle von 8 bis 80 zu uns, und alle singen mit. Und sie kommen immer wieder. Ein Beispiel: Dieses Jahr, am 30. Juni, wäre Peter Alexander 90 Jahre alt geworden. Den Anlass haben wir gleich an zwei Tagen, am 30. Juni und am 1. Juli, in der Wiener Stadthalle gefeiert. Beide Vorstellungen waren mit je 1940 Zuschauern ausverkauft, darunter insgesamt 250 Fans, die von Deutschland aus angereist waren. Und fast alle von ihnen hatten sich Karten für beide Tage gekauft.

Karten für die Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf in Merzig bei Kultopolis, Schankstraße 42, Wochenspiegel, Trierer Str. 10, sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.kultopolis.com . Ticket-Hotline (0651) 9 79 07 70.

Zum Thema:

Peter Grimberg hat das Musical „Servus Peter“ entwickelt.
Das Original: Peter Alexander. Fotos: Veranstalter

Hintergrund "Servus Peter" ist die musikalische Hommage an Peter Alexander betitelt, die am Sonntag, 19. März, 18 Uhr, in der Stadthalle Merzig zu erleben ist. Mit viel Schwung, Musik und Komik wird in den Biergarten des legendären österreichischen Gasthofes "Im weißen Rössl" geladen. Angelehnt an das klassische Singspiel von Ralph Benatzky und der Kult-Verfilmung von 1960 mit Peter Alexander , lebt die Geschichte um den verliebten Oberkellner und seiner Wirtin wieder neu auf. Die Idee für diese Hommage in Form eines "heile Welt" Musical hatte der Entertainer Peter Grimberg. Dieser übernimmt in "Servus Peter" die Rolle des eifrigen Kellners Peter, der mit charmanten Ideen und der Unterstützung von Horst Freckmann als "Heinz Erhardt " und vielen anderen seine Herzensdame, Wirtin Mariandl, für sich gewinnen will. red