Unbelohnter Kampf

Im Vergleich zweier von Verletzungen gebeutelten Mannschaften haben die Oberliga-Handballer der VTZ Saarpfalz den HSV Merzig-Hilbringen mit 28:25 geschlagen. Am Ende war es Kapitän Philip Wiese, der sein Team zum Sieg führte.

Ihrem Kapitän Philip Wiese hatte es die VTZ Saarpfalz am Samstag zu verdanken, dass sie das Duell mit dem HSV Merzig-Hilbringen als Sieger beendete. Im Angriff (sieben Tore) und in der Abwehr stellte sich der angeschlagene Kapitän in den Dienst des Teams. Auch Mirko Schwarz, der Trainer des pfälzischen Handball-Oberligisten, hatte viel Lob parat. "Er war bei uns der entscheidende Mann. Es freut mich, denn gerade er musste zuletzt viel leiden."

Die Gastgeber führten zu Beginn klar mit 8:3 und 11:6. Doch so einfach wollten sich die Wölfe , die nach der Verletzungsmisere der vergangenen Wochen nur zwei Feldspieler und einen zweiten Torhüter auf der Bank hatten, nicht geschlagen geben. Mit großem Einsatz stemmten sie sich gegen die Niederlage und kämpften sich auf 10:11 heran. Auch zur Pause (13:14) war der HSV bei einem Tor Rückstand in Schlagdistanz.

Ein Feldspieler auf der Bank

Die Entscheidung fiel in der 37. Minute: Nach einem Foul an Max Ulbrich sah Tomas Kraucevicius die Rote Karte. Merzig hatte jetzt nur noch einen Feldspieler auf der Bank. "Danach hatten wir keine Alternativen mehr. Die Rote Karte hat uns schwer getroffen", sinnierte HSV-Trainer Marcus Simowski.

Dennoch konnte sich die VTZ nie weiter als auf drei Tore absetzen - auch weil HSV-Torhüter Andrej Kessler die Zweibrücker zur Verzweiflung trieb. Mehrfach entschärfte er freie Würfe. Fünf Minuten vor Schluss kam der HSV durch einen Siebenmeter von Norbert Petö sogar auf ein Tor heran (24:25). Nervosität machte sich breit, ehe Philip Wiese die Gastgeber wieder auf Erfolgskurs brachte. VTZ-Trainer Schwarz atmete danach tief durch. "Seit Wochen können wir nicht richtig trainieren und schleppen uns von Spiel zu Spiel. Auch heute haben uns einige Stammkräfte gefehlt." Doch was soll da erst Marcus Simowski sagen? Ohne Zweitmannschafts-Spieler Dennis Koppenburg, der aushalf, hätte der Wölfe-Trainer am Ende sogar nur einen zweiten Torhüter auf der Bank gehabt.

Schlimmer noch: Da die hinter dem HSV platzierten Teams wie die TSG Friesenheim II (37:29 gegen Budenheim), der HV Vallendar (27:27 gegen Saulheim) und der TV Nieder-Olm (23:23 gegen Illtal) punkteten, beträgt der Vorsprung der Wölfe auf den möglichen dritten Abstiegsplatz nur noch drei Zähler. Höchste Zeit also, um nachzulegen. Die beste Gelegenheit bietet sich im nächsten Ligaspiel, am 2. April, beim Vorletzten HSG Kastellaun. Am Montag steht aber zunächst noch das Finalturnier um den Saarlandpokal in Saarbrücken (Joachim-Deckarm-Halle) an.