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Umstrittene Merziger Schulleiterin wird ins Kultusministerium versetzt

Umstrittene Merziger Schulleiterin wird ins Kultusministerium versetzt

Merzig. Evi Maringer (Foto: bub) wird die Erweiterte Realschule (ERS) Merzig nicht mehr leiten. Das hat das Kultusministerium gestern auf SZ-Anfrage mitgeteilt. Ministerium und Maringer hätten sich darauf "im Interesse der Schüler" geeinigt

Merzig. Evi Maringer (Foto: bub) wird die Erweiterte Realschule (ERS) Merzig nicht mehr leiten. Das hat das Kultusministerium gestern auf SZ-Anfrage mitgeteilt. Ministerium und Maringer hätten sich darauf "im Interesse der Schüler" geeinigt. Mit diesem Schritt seien die Konsequenzen aus den "unüberbrückbaren Differenzen zwischen der Schulleitung und Teilen des Kollegiums" gezogen worden. "Frau Maringer wird eine amtsangemessene Stelle im Prüfungsamt des Ministeriums übernehmen." Schnellstmöglich soll eine neue Schulleitung benannt werden."Mit sofortiger Wirkung wird das Ministerium als Schulaufsicht die personellen und organisatorischen Vorbereitungen für das kommende Schuljahr übernehmen." Die eingeleiteten Ermittlungen gegen Maringer blieben hiervon unberührt. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft hat die Merziger Polizei Ermittlung wegen Körperverletzung aufgenommen. "Frau Maringer hat ihre Interessen hinter die der Schule sowie der Schüler gestellt", kommentiert ihr Anwalt Professor Egon Müller.

Ende Mai hatte eine Elternsprecherin den Stein ins Rollen gebracht. Die Mutter einer Neuntklässlerin hatte dem Kultusministerium in einem Brief eine Reihe von angeblichen Missständen angeführt, die ihr in Gesprächen mit anderen Eltern mitgeteilt worden seien, wie sie schrieb. Die Vorwürfe, an der Schule gehe es "drunter und drüber", gipfelten in der Aussage, dass Maringer Schüler in den Nacken geschlagen haben soll. Kurze Zeit später hatte die Elternsprecherin dem Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer eine Liste mit 16 Namen von Schülern der ERS übergeben, die geschlagen worden seien. Mittlerweile seien weitere Beschwerden bekannt geworden. Mitte Juni hatte sich der Bildungsausschuss des saarländischen Landtages mit den Vorwürfen gegen die Pädagogin beschäftigt. mst