Tunnel besteht Feuerprobe

In der Nacht zum Samstag war der Pellinger Tunnel auf der A8 komplett gesperrt. Grund war ein Test der Brandschutzeinrichtungen, bei dem ein echtes Feuer simuliert wurde. Der Tunnel hat den Test bestanden.

Die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Wellingen und Borg ist wieder frei befahrbar, nachdem sie am Freitagabend wegen Wartungsarbeiten und drei umfassenden Brandtests im Pellinger Tunnel in der Nacht zum Samstag in diesem Teilabschnitt gesperrt worden war. Und der Pellinger Tunnel hat auch diese Feuerprobe bestanden.

Um den Härtefall "Brand im Tunnel " zu testen, hatten Mitarbeiter des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) im Tunnelinneren drei Wannen mit Benzin entzündet, um gleich drei Mal einen Pkw-Brand zu simulieren.

Nach Angaben der Fachleute veliefen die Tests in dem Tunnel erfolgreich. Wie LfS-Sprecher Klaus Kosok erklärte, sei die Belüftungsanlage schon beim ersten Test problemlos angesprungen. Innerhalb weniger Minuten sei der Rauch abgesaugt worden. Bei den beiden nachfolgenden Brandversuchen wurden die Turbinen dann feinjustiert. Aber nicht nur die Belüftung wurde getestet, auch die Funktionstüchtigkeit der Ampeln, Schranken und der automatisch gesteuerten Verkehrsschilder wurden unter Realbedingungen erprobt. Die Sicherheitstechnik im Tunnel funktioniert also einwandfrei. Die Experten konnten bei den drei Brandversuchen wichtige Erkenntnisse sammeln und zudem alle Einstellungen optimieren.

Bereits in den Jahren 2009 und 2010 hatten umfassende Brandtests im Pellinger Tunnel stattgefunden. Seinerzeit war die gesamte Sicherheitstechnik aufgrund veränderter rechtlicher Richtlinien bei laufendem Betrieb komplett geändert worden. Seitdem finden in regelmäßigen Abständen umfassende Überprüfungen statt.

Die Experten vom Landesbetrieb Straßenbau zeigten sich auch mit den neuerlichen Untersuchungen unter Echtbedingungen zufrieden. Als sie ihre Testreihe abgeschlossen hatten und der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben wurde, graute bereits der Morgen.