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Toller Handball im Thielspark

 Packendes Derby: Merzigs Norbert Petö versucht hier, den Saarlouiser Jonas Faulenbach am Kreis zu stoppen. In dem Vorrundenspiel behielt am Ende die HG Saarlouis aber mit 26:20 die Oberhand. Foto: rup
Packendes Derby: Merzigs Norbert Petö versucht hier, den Saarlouiser Jonas Faulenbach am Kreis zu stoppen. In dem Vorrundenspiel behielt am Ende die HG Saarlouis aber mit 26:20 die Oberhand. Foto: rup FOTO: rup
Merzig. Zufriedene Gesichter im Thielspark. Mehr als 800 Zuschauer verfolgten am Wochenende die Spiele des Ernst-Thiel-Cups. Das Vorbereitungsturnier bot tollen Tempohandball und endete wie im Vorjahr mit dem Sieg von Bundesliga-Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Frank Faber

Die Extraklasse von Stefan Just und André Kogut machte am Ende den Unterschied: Bundesliga-Neuling TSG Ludwigshafen-Friesenheim besiegte in einem intensiven Finale den französischen Handball-Zweitligisten MHSA Mulhouse mit 23:18 und konnte somit wie im Vorjahr den Sieg beim Ernst-Thiel-Cup feiern. Platz drei ging an Zweitligist HG Saarlouis , der im Kleinen Finale den SV Zweibrücken mit 29:21 in die Schranken wies. Zuvor hatten die Saarlouiser im Halbfinale gegen Friesenheim mit 19:24 den Kürzeren gezogen.

"Das Turnier hat seinen Zweck erfüllt", sagte HGS-Trainer Goran Suton. Vor dem morgigen DHB-Pokalspiel bei Ligakonkurrent TV Neuhausen testete Suton speziell die Ausdauer seiner Spieler. Den 18-jährigen Nachwuchsmann Michael Schulz setzte Suton im Innenblock der 6:0-Abwehrformation ein. "Er ist jung und darf noch Fehler machen", sagte der Übungsleiter. Mit den Auftritten seiner Mannschaft war er zufrieden. Im Prestigeduell gegen Zweibrücken nutzte Suton die Gelegenheit, munter durchzuwechseln. "Ich wollte eigentlich die Spielanteile gleichmäßig verteilen. Da Philipp Kessler und Bartosz Janiszewski aber verletzungsbedingt nicht spielen konnten, mussten andere etwas länger spielen", so Suton. Durch Tore von Spielmacher Merten Krings, Rechtsaußen Philipp Leist und die versenkten Gegenstöße von Dirk Holzner hielt die HGS den Drittligisten aus der Pfalz klar auf Distanz. In Hälfte zwei schickte Suton seine "Neuen" auf die Platte, im Kasten hinterließ Patrick Schulz dabei einen starken Eindruck, Peter Walz überzeugte am Kreis. "Wenn Peter seinen Körper auf die Bundesliga einstellen kann, wird das eine gute Sache mit ihm", ist Suton überzeugt.

Saarlouis gewann deutlich mit 29:21 und wurde wie im vergangenen Jahr Dritter. Im Gruppenspiel hatte die HGS zuvor Gastgeber HSV Merzig-Hilbringen mit 26:20 besiegt. Der Oberligist belegte im Teilnehmerfeld den sechsten und letzten Platz. Doch das war in dem Klasse-Feld auch nicht anders zu erwarten. "Wir haben gegen richtig gute Mannschaften gespielt, uns hat das wieder einen Schritt weitergebracht", war HSV-Trainer Marcus Simowski mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Besonders das couragierte Auftreten bei der 24:32-Niederlage gegen Mulhouse war bei ihm hängen geblieben. "Die Franzosen haben in der Abwehr unheimlich athletisch agiert. Toll, wie meine Jungs sich da getraut haben, in die Tiefe zu gehen", freute sich Simowski.

In der Partie um Platz fünf lieferte sich der HSV einen Schlagabtausch auf Augenhöhe mit dem luxemburgischen Erstligisten HB Dudelange. Neuzugang Tom Paetow glich aus dem Rückraum zum 24:24 aus, durch zwei Treffer von Julius Rost ging der HSV sogar mit 26:25 in Führung. Tommy Wirtz traf eine Minute vor Schluss zum 26:26-Ausgleich für Dudelange, die das abschließende Siebenmeterwerfen mit 3:2 für sich entschieden. "Das macht nichts. In der kompletten Partie haben wir eine gute Leistung gezeigt und ein kleines Mosaiksteinchen ins Puzzle dazugelegt", fasste Simowski zusammen.

Zufrieden schaute auch der HSV-Vorsitzende Jens-Peter Schlingmann auf die Turniertage zurück. "Wir haben tollen, schnellen Handball gesehen", stellte Schlingmann zunächst das Sportliche in den Vordergrund. Für den Verein hat sich die zweite Ausgabe des Cups ebenfalls gelohnt. "Wir hatten zwischen 800 und 900 Zuschauer in der Halle", so Schlingmann. > siehe auch Zahlen