Tischtennis-Krimis ohne Happy-End

Tischtennis-Krimis ohne Happy-End

Besseringen. Tischtennis extrem, das bieten derzeit die TTF Besseringen ihren Zuschauern. Zwar verlor der Regionalligist beide Spiele am Wochenende, doch bot er den Gegnern immer einen großen Kampf und gab sich bei beiden Begegnungen erst nach fünf Stunden geschlagen - jeweils mit 7:9

Besseringen. Tischtennis extrem, das bieten derzeit die TTF Besseringen ihren Zuschauern. Zwar verlor der Regionalligist beide Spiele am Wochenende, doch bot er den Gegnern immer einen großen Kampf und gab sich bei beiden Begegnungen erst nach fünf Stunden geschlagen - jeweils mit 7:9. Dabei liefen beide Partien fast identisch ab: Siege und Niederlagen wechselten sich permanent ab, Frederik Scholer verlor sein Brett-fünf-Spiel, weswegen Andreas Koch in seinem Brett-sechs-Spiel das Ruder wieder rumreißen musste, um das Abschluss-Doppel zu erzwingen. In diesem letzten Spiel war dann in beiden Partien der Tischtennis-Gott kein Fan von Besseringen. Ironie des Schicksals: Auch in Simmern vor 14 Tagen hatte Besseringen mit 7:9 den Kürzeren gezogen, verlor damit drei Mal in Folge äußerst unglücklich. Eine denkbar schlechte Ausgangslage im Abstiegskampf - die bisherige gute Situation ist dahin und Besseringen als Tabellenachter nun punktgleich mit dem ersten Absteiger, dem TTC Maischeid auf Rang neun. Nur durch das bessere Satzverhältnis halten sich die Tischtennisfreunde derzeit also über Wasser - ob das reicht am Saisonende, bei noch zwei ausstehenden Spielen? "Vielleicht haben wir das Glück, gar nicht auf einen sportlichen Klassenverbleib angewiesen zu sein", sagt Besseringens André Forsch. "Der Tabellenzehnte TTC Ober-Erlenbach sowie der Tabellensechste TTC Elz haben bereits für die kommende Saison zurückgezogen und wollen eine Spielklasse tiefer spielen. Und der TTC Maischeid wird wohl nicht mehr gegen den Abstieg kämpfen wollen, wie uns deren Spieler berichtet haben." Doch noch eine andere Mannschaft sorgte für eine Überraschung, nämlich der Tabellenzweite Post SV Zeulenroda. Forsch: "Nachdem der 1. FC Saarbrücken angekündigt hat, mit allen spielerischen Mitteln in die Zweite Liga aufsteigen zu wollen, was ihnen auch ohne Zweifel gelingen wird, sehen die Thüringer keine Zukunft mehr in der Regionalliga und werden wohl ebenfalls zurückziehen. Sie hatten wohl mit einem Aufstiegs-Verzicht der Saarbrücker gerechnet. Hinzu kommen ihre hohen Fahrtkosten und fehlende Sponsoren, die nötig sind, um in der Regionalliga zu bestehen." Doch auf solche Sachen wollen sich Forsch und seine Mannschaft nicht verlassen. "Wir vertrauen in erster Linie auf unsere eigene sportliche Leistung und wollen so die Klasse halten." Wichtig ist das vor allem im Fall Pascal Naumann. Die Nummer vier wird mit dem 1. FC Saarbrücken II in Verbindung gebracht. Naumann sagt: "Da ist aber noch nichts entschieden. Die Frage, ob wir in der Regionalliga bleiben, ist mitentscheidend." Bereits am Mittwoch steht das nächste Spiel für Besseringen an, wenn es im Saarlandpokal gegen den TV Limbach geht. Spielbeginn in der Besseringer Schulturnhalle ist um 20 Uhr.

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