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Tiefstapeln vor dem Gipfeltreffen

Tiefstapeln vor dem Gipfeltreffen

Vor dem Spitzenspiel in der Fußball-Kreisliga A Untere Saar nehmen sich die SF Bietzen-Harlingen und Spitzenreiter SF Saarfels in Sachen Tiefstapelei nicht viel. Klar ist, dass am Sonntag auf dem Bietzer Kunstrasen zumindest eine Serie zu Ende gehen wird.

Zwölf Heimspiele haben die Sportfreunde Bietzen-Harlingen in dieser Kreisliga-Saison bislang absolviert - und jedes Mal verließen die Fußballer des Tabellenzweiten als Sieger das Feld. Dass es jetzt ausgerechnet im 13. Spiel zum Gipfeltreffen mit Spitzenreiter SF Saarfels kommt, macht Trainer Thorsten Theobald nicht sonderlich zu schaffen: "Ich bin nicht abergläubisch. Ich glaube an die Mannschaft", sagt er im Vorfeld der Partie, die am Sonntag um 15 Uhr auf dem Bietzer Kunstrasen angepfiffen wird.

Bietzens Lauf stockte in Faha

Das Ganze mit Vorteil für Saarfels, denn die Mannschaft von Trainer Otmar Jenal hat die 13 bereits geknackt. Mit dem 3:1 beim SV Menningen feierten sie ihren mittlerweile 13. Sieg in Folge, während der Bietzer Lauf durch das 3:3 bei der Spvgg. Faha-Weiten ins Stocken geriet. Nach zuvor elf Erfolgen am Stück geht Theobalds Team somit mit zwei Punkten Rückstand in dieses Top-Duell.

Nicht nur deshalb sieht der Trainer der Sportfreunde die Gäste in der Favoritenrolle: "Saarfels hat in dieser Saison noch gar nicht verloren, daher sind wir krasser Außenseiter. Für uns wäre Platz zwei bereits ein Riesenerfolg", sagt Theobald. Das heißt aber nicht, dass er seiner Mannschaft den Sieg nicht zutraut. Zumal: Abgesehen von wenigen Langzeitverletzten, kann sie in Bestbesetzung antreten.

Saison-Aus für Roberto Guercio

Auf der Gegenseite sieht das anders aus: Im vorletzten Spiel beim 4:1 bei der SSV Oppen II erlitt der Saarfelser Torjäger Roberto Guercio einen Kreuzbandriss und fehlt damit im Titel-Endspurt. Ein schwerer Schlag, hat Guercio doch schon 34 Tore erzielt. Dennoch hält Jenal den Ausfall für kompensierbar: "Das ist natürlich ein riesengroßer Verlust, aber wir sind eine gefestigte Mannschaft. Ich denke, dass wir die Lücke schließen können."

Was das Wegschieben der Favoritenrolle angeht, nehmen sich beide Trainer letztlich nicht viel: "Beckingen und Bietzen waren vor der Saison die Top-Favoriten. Wir wollten sie ein bisschen ärgern, das ist uns ganz ordentlich gelungen", kann auch Otmar Jenal moderat. Die Zurückhaltung in allen Ehren - doch am Sonntag auf dem Platz sollte es damit vor sicherlich stattlicher Kulisse vorbei sein.