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Tänzer, Sänger und Schauspieler sind gefragt

Tänzer, Sänger und Schauspieler sind gefragt

Das Team Villa Fuchs & Stage Merzig bringt das englische Weihnachtslied „The Twelve Days of Christmas“ auf die Bühne. Als farbenprächtiges Musical mit Dudelsackspielern und Trommlern soll die traditionelle Geschichte neu erzählt werden.

In ländlichen Gegenden war die Zeit vom ersten Weihnachtstag bis zum Morgen des Dreikönigstages häufig mit Bräuchen und Sagen verbunden. Diese zwölf Weihnachtage werden in einem Lied besungen, das mehrfach bearbeitet wurde und mittlerweile zu den bekanntesten englischen Weihnachtsliedern zählt, auf Deutsch unter anderem von Reinhard Mey interpretiert. Aus diesem Evergreen, erstmals 1780 in einem englischen Kinderbuch veröffentlicht, lässt Villa Fuchs & Stage Merzig unter der Leitung von Christa Kaspar-Hort eine neue Musicalproduktion entstehen - nach "Zaad van Satan ", "Jesus Christ Superstar", "Frankenstein" und "Zorro" die fünfte diese Art. Bevor die Proben im April beginnen, starten die Verantwortlichen an diesem Samstag, 21. Februar, ab 10 Uhr ein Casting in der Merziger Stadthalle. Hauptdarsteller werden ebenso gesucht wie Tänzer für Modern Dance, Showtanz und Ballett, Sänger für Soloauftritte und fürs Ensemble, außerdem Dudelsackspieler, Trommler und Choreographen. Für Musicalfreunde, die das Rampenlicht scheuen, gibt es interessante Aufgaben hinter der Bühne: das Anfertigen des Bühnenbildes, der Kostüme oder das Schminken bei der Aufführung. Noch feilt Robert W. Cabell am Text für das Musical , jener amerikanische Autor und Komponist, aus dessen Feder das Stück "Z - The Masked Musical of Zorro" stammt, das 2013 auf die Bühne der Stadthalle gebracht wurde. Im Vordergrund der Story des neuen Musicals stehen - wie in dem Kinderlied - Geschenke, die ein Sänger zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag von seiner wahren Liebe erhält: ein Rebhuhn in einem Birnenbaum, zwei Turteltauben, drei französische Hennen oder vier kohlschwarze Amseln.

Soviel steht schon fest: Das Geflügelspektakel soll nur von zehn springenden Moriskentänzern, elf Dudelsackspielern und zwölf Trommlern übertroffen werden. Es stellt sich die Frage: Versteckt sich hinter den sich auftürmenden Geschenk-Kuriositäten ein Code, ein Untergrund-Katechismus aus dem 18. Jahrhundert? Autor Cabell jedenfalls will in seinem Stück Vergangenheit und Gegenwart miteinander verweben, plumpe, bullige Typen sollen sich mit schwachen und fürsorglichen Charakteren abwechseln. Er will eine zeitlose Geschichte auf die Bühne bringen, die von Nächstenliebe, Toleranz und Meinungsfreiheit erzählt.