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Benefizkonzert
Swingen im Glenn-Miller-Sound

Die Big Band der Bundeswehr gastiert am 25. April in der Merziger Stadthalle.
Die Big Band der Bundeswehr gastiert am 25. April in der Merziger Stadthalle. FOTO: Big Band der Bundeswehr
Merzig. Swing, Rock und  Pop und viele Überraschungen erwarten die Gäste beim Konzert der Bundeswehr-Big-Band im April in Merzig.

Über den musikalischen Gruß in dem alten Kinosaal in Euskirchen geraten Markus Kniesbeck und Daniel Kiefer immer wieder ins Schwärmen. Erhielten die beiden Mitglieder des Merziger Lions Club bei ihrer Tour nach Nordrhein-Westfalen doch einen fetzigen Vorgeschmack davon, was sie bei dem Benefiz-Konzert der Big Band der Bundeswehr am Mittwoch, 25. April, ab 20 Uhr in der Stadthalle erwartet: Swing, Rock Pop, jede Menge Spezialeffekte und Überraschungen. Dass die Merziger Löwen das bekannte Ensemble für einen Auftritt für sich gewinnen konnten, macht sie mächtig stolz. „Unter meiner Präsidentschaft 2015 hatten wir das Musikkorps der Bundeswehr zu Gast, das Konzert war ein Erfolg“, sagt Pressereferent Kiefer. „Wegen der Super-Resonanz habe ich vorgeschlagen, uns für ein Gastspiel der Big Band zu bewerben.“ Die Bitte aus der Kreisstadt blieb nicht ungehört. Es folgte eine Einladung in den Kinosaal, in der die Band probt.


„Es waren etwa zehn bis 15 verschiedene Veranstalter zu dem Termin eingeladen worden. Das ist Usus, dass die Interessenten, die für Konzerte in Sälen und für Open-Air-Veranstaltungen in die engere Wahl kommen, zu einer Stippvisite gebeten werden“, verrät Mettlachs Verwaltungschef. Mit einer Zusage im Gepäck reisten Präsident Kniesbeck, Mitinhaber eines Notariats in Homburg, und Bürgermeister Daniel Kiefer Richtung Heimat.

Was bei dem Orchester den Ausschlag gegen hat, sich für ein Konzert an der Saar zu entscheiden, wollen die Lions nicht preisgeben. Doch soviel verraten sie: Es ist das einzige in der Region. Und einiges an Voraussetzungen muss gegeben sein, damit die Musiker, allesamt erstklassige Solisten und Absolventen renommierten Kunsthochschulen, zu einem Auftritt kommen. „Die Größe der Halle muss stimmen. Auch müssen wir zur Vorbereitung des Konzertes Man-Power leisten“, erzählen sie.

Dass die Big Band ganz weit oben in der Liga spielt, beweisen die unzähligen Auftritte im In- und Ausland. Viele Male haben die Musiker die Gäste beim Ball des Sportes begeistert, ebenso bei Festen im Bundeskanzleramt oder in Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten, aber auch bei Staatsempfängen. Die Musiker entführen Teilnehmer von olympischen Spielen ins Reich der Musik, ob 2010 im kanadischen Vancouver oder jetzt im südkoreanischen Pyeongchang. Ob Moskau, New York, Madrid, Oslo, Rio de Janeiro oder Kapstadt: Überall jubelten ihnen die Fans zu.

Es war niemand Geringeres als Glenn Miller, der den Sound begründet hatte. Der Major vereinigte die besten Musiker um sich, die die US-Army zu bieten hatte. Swing statt Marschmusik war seine Devise, mit der er Geschichte schrieb. Noch heute ist sein Sound mit der eigenwilligen Klangcharakteristik unvergessen, Titel wie „In the Mood“, „Moonlight Serenade“ oder „Blueberry Hill“ eingeschlossen. Und diese Stilrichtung trat weltweit einen Siegeszug an. Die Gründung der Big Band geht auf einen Auftrag des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt zurück. Er hatte in seiner Zeit als Verteidigungsministers 1971 den Wunsch geäußert: „Einen modernen Sound für eine moderne Armee zu schaffen“. Seit Beginn an spielt die Big Band ohne Gage. „Mit den Eintrittsgeldern von weit über 20 Millionen Euro wird seit dem ersten Tag Menschen in Not geholfen“, heißt es von der  Bundeswehr.



Die Merziger hoffen, dass es bei dem Konzert in der Kasse kräftig klingelt, denn der Erlös soll dem Förderprojekt ‚Früh übt sich’ zu Gute kommen. Das hat die Musikschule Merzig-Wadern aufgelegt. „Mit dem musikalischen Förderprogramm „Früh übt sich“ bietet wir Kindern bereits in der Kita die Chance, mit Musik in Berührung zu kommen“, sagt der Leiter Dieter Boden. Bewegungsspiele, Tanz, Singen und rhythmisches Sprechen fördern nach seinen Wornten die Entwicklung der Kinder auf vielfältige Weise. Zudem könnten musikalische Talente in der prägenden ersten Lebensphase am besten gefördert werden. Die Schirmherrschaft hat Christine Streichert-Clivot, Staatssekretärin im Kultusministerium, übernommen.

Karten gibt es an allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen (ticket-regional de, Hotline (06 51) 9 79 07 77, im Ticketbüro der Stadthalle, Tel (0 68 61) 9 36 70, oder unter www.villa-fuchs.de.