Stimmen aus der Diskussion zum Gustav-Regler-Platz

Merzig : „Der Gustav-Regler-Platz ist ein Juwel für Merzig“

„Sagen Sie uns, was Sie von der Neugestaltung des Gustav-Regler-Platzes erwarten“, dazu rief Moderatorin Judith Nägeli am Montagabend die Teilnehmer der Bürgerrunde auf. Und diese folgten dem Aufruf bereitwillig.

Alfred Kast, Vorsitzende der Bürgerinitiative „Stadtmitte Seffersbach“, betonte: „Dieser Platz ist ein Sonnenplatz, das soll auch so bleiben.“ Es solle keine Bebauung geben, die das weite, offene Areal in Schatten tauche. Der Regler-Platz sei für die Merziger ein Platz der Erinnerung, so Kast, „das ist die gute Stube von Merzig“. Der BI-Vorsitzende bezeichnete das Areal als „Juwel für die Stadt“, das die Bürger sich nicht ohne weiteres wegnehmen lassen würden. Hannah Spanier, zweite Vorsitzende der BI, bemängelte aber, dass der Platz „mehr Grün und eine Trennung vom Straßenverkehr brauche“. Mehrere Teilnehmer monierten, dass die Gestaltung der Platzdecke dringend sanierungsbedürftig sei, hier sei durch fehlende fachgerechte Behebung von Schäden am Straßenpflaster ein Flickenteppich entstanden, der den Platz für Fußgänger schwer begehbar mache. Auch wurde mehrfach bemängelt, dass es zu wenig Sitzmöglichkeiten gebe.

Das Grünen-Stadtratsmitglied Klaus Borger verwies darauf, dass der Seffersbachbereich beim Begrünungskonzept der Kreisstadt eine ganz zentrale Rolle als Kaltluftschneise spiele, deswegen sei jegliche bauliche Veränderung dort ein Eingriff in ein sensibles Gebiet. Der Regler-Platz sei zudem die letzte freie Fläche in der Innenstadt, die nicht als Parkplatz genutzt werde. Das Thema Verkehr sprach auch ein anderer Diskussionsteilnehmer an, Werner Schmitt: „Der schöne Bachbereich zwischen Mühlrad und Powei ist total eingeengt durch die parkenden Autos.“ Moderatorin Nägeli bat zu berücksichtigen, dass es bei allen Überlegungen zur Neugestaltung „Randbedingungen in den Bereichen Hochwasserschutz, Parkraum und Ökologie“ gebe.

Durchaus unterschiedliche Ansichten gab es bei den Teilnehmern des Rundgangs darüber, ob die Straße Im Werthchen weiterhin für den Durchgangsverkehr passierbar bleiben solle oder vielleicht nur noch für Anlieger frei erreichbar sein solle. Auch an der Frage, ob der Platz sich zum Seffersbach hin öffnen, also der Wasserlauf mit in die Neugestaltung einbezogen werden sollte, schieden sich die Geister.