Standardisierung durch Künstliche Intelligenz war das Thema in Merzig

InnoZ Merzig : „Standards sind etwas Normales“

Bo Bäckström sprach im InnoZ über die Bedeutung sogenannter E-Standards.

Mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz (KI) lassen sich neue Standards für die Produktion herstellen – davon ist Bo Bäckström überzeugt. In seinem Vortrag „Ohne E-Standards keine nachhaltige Vernetzung“ beschäftigte er sich im InnoZ Merzig mit der Standardisierung und Optimierung des Produktionsvorganges. „E-Standards“ ist die Kurzform von E-Business-Standards. Darunter ist laut der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Standardisierung der Schnittstellen für den Datenaustausch zu verstehen: Die Daten könnten „innerhalb und zwischen den Unternehmen in einem gemeinsamen Format ausgetauscht werden“. E-Standards seien der „Wegbereiter für die Vernetzung“. Das Ministerium hat daher das „Kompetenzzentrum eStandards“ eingerichtet.

Als ein Beispiel für die Standardisierung in der Produktion führte Bäckström, der für das Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ in Hagen arbeitet, eine umweltfreundliche Folie an. Durch die Standardisierung des gesamten Verfahrens sei es möglich, die Herkunft der Folie zurückzuverfolgen. Bäckström betonte: „Bei dieser Verpackung Bananen weiß man, wo die Folie herkommt.“ Im Übrigen bestehe kein Grund zur Angst vor Standards – „Standards sind etwas Normales“, sagte Bäckström. Er verwies in diesem Zusammenhang zum Beispiel auf den Strichcode, das Internet und den Videorekorder. So habe es bei letzterem ursprünglich mehrere Anbieter gegeben, die nicht kompatibel miteinander gewesen seien. Doch schließlich habe sich das „Video Home System“ (VHS) als Standard durchgesetzt.