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Stadt Merzig würdigt das Lebenswerk von Bildhauer Paul Schneider

Stadt Merzig würdigt Paul Schneider : Ein Künstler von großer Schaffenskraft, der seiner Heimat zeitlebens verbunden blieb

Auch die Stadt Merzig würdigt die Verdienste eines ihrer bekanntesten Bürger, des renommierten Bildhauers Paul Schneider, der am 16. April im Alter von 93 Jahren verstorben ist. „Auf dem Gebiet der Kunst und Bildhauerei hat Paul Schneider Hervorragendes vollbracht, weshalb er als Bildhauer, Zeichner und Maler zu den bekanntesten und bedeutendsten saarländischen Künstlern gehörte.

Dabei genossen seine Werke auch international große Anerkennung“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt an unsere Redaktion.

Paul Schneider war Ideengeber des internationalen Bildhauersymposions „Steine an der Grenze“ und brachte in den Jahren von 1986 bis 1992 Bildhauer aus drei Erdteilen nach Merzig, die in insgesamt sieben Symposien mehr als zwei Dutzend Skulpturen und damit ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art geschaffen haben. „Durch seine Konzeption und die Realisierung der Skulpturenstraße ‚Steine an der Grenze’, die in Bildhauerkreisen weltweit ein Begriff geworden ist, hat sich Paul Schneider überregionales Ansehen erworben. Die Skulpturenstraße ist zu einem Wahrzeichen der Annäherung über Grenzen hinweg geworden und stellt ein beliebtes Ausflugsziel dar“, schreibt die Stadt weiter.

Doch auch darüber hinaus seien die steinernen Kunstwerke von Paul Schneider an vielen Stellen in Merzig zu bewundern und bereichern die hiesige Landschaft. „So zieren gleich mehrere mächtige und imposante Skulpturen das Merziger Stadtgebiet. Insbesondere in seiner Heimat auf dem Bietzerberg stehen auf dem Sonnensteinwanderweg faszinierende Werke des Künstlers, und auch an der Skulpturenstraße ‚Steine und Pflanzen am Wasser’ sind große Steinformationen zu bewundern.“ Außerdem sind der Brunnen im Rathausinnenhof, der Gustav-Regler-Gedenkstein am Seffersbach, der Quellstein an der Bietzener Heilquelle, der Skulpturenbrunnen am Freizeit- und Gesundheitsbad in den Saarwiesen, der Gedenkstein „Mosche Merzig“ am Gustav-Regler-Zentrum, eine Skulptur im Garten der Sinne, sechs Steine vor dem Fellenbergschloss und die dreiteilige Skulptur der deutsch-französisch-luxemburgischen Freundschaft an der Hilbringer Brücke Arbeiten von Paul Schneider, „die die Kulturlandschaft Merzigs erheblich aufwerten“, wie es von der Stadt heißt.

 Den Brunnen im Innenhof des Rathauses der Stadt Merzig hat Paul Schneider gestaltet  - eines der vielen Zeugnisse des künstlerischen Schaffens des Bildhauers aus Bietzen in der Kreisstadt.
Den Brunnen im Innenhof des Rathauses der Stadt Merzig hat Paul Schneider gestaltet  - eines der vielen Zeugnisse des künstlerischen Schaffens des Bildhauers aus Bietzen in der Kreisstadt. Foto: Christian Beckinger

Und weiter: „Diese beeindruckende, außergewöhnliche künstlerische Schaffenskraft verdeutlicht die große Verbundenheit von Professor Schneider mit seiner Wahlheimat Merzig. Neben diesen beeindruckenden Werken errichtete Schneider auch Steinskulpturen, die im Saarland und in anderen deutschen Bundesländern stehen.“ Zudem sind seine steinernen Kunstwerke auch in Frankreich, Tschechien, Österreich, England, Georgien und Indien zu bestaunen.

Vor diesem Hintergrund sei Paul Schneider mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt worden, erinnert die Stadt: „So erhielt er im Jahr 1984 den Kunstpreis der Stadt Saarbrücken, das Bundesverdienstkreuz am Bande und den renommierten Sparda-Bank-Preis 1997 sowie den Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert im Jahr 2000.“ Im Oktober 2001 wurde Schneider in Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen vom Ministerrat des Saarlandes der Ehrentitel „Professor“ verliehen – eine besondere und sehr seltene Würde. In Anbetracht seiner künstlerischen Verdienste, von denen auch die Kreisstadt Merzig in erheblichem Maß profitierte, erhielt Paul Schneider im Jahr 2007 zudem die Bürgermedaille der Stadt. „Paul Schneider hat als Künstler die Landschaft der Kreisstadt Merzig mit den von ihm geschaffenen Skulpturen wesentlich geprägt und mitgestaltet. Der Einsatz und das Wirken von Paul Schneider gehen weit über das normale Maß hinaus“, betonen die Stadt und Bürgermeister Marcus Hoffeld in ihrer Erklärung. Die Kreisstadt Merzig werde den Bildhauer vom Bietzerberg und seine Verdienste für die Stadt nie vergessen und ihn in guter Erinnerung halten.