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Stadt geht mit gutem Beispiel voran

Merzig. Ein Vorbild in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Verwaltung der Kreisstadt Merzig. Wegen entsprechender Angebote darf die Stadt jetzt das Siegel „Familienfreundliches Unternehmen“ führen. red

Sozialministerin Monika Bachmann hat am Dienstag Bürgermeister Marcus Hoffeld für die Stadtverwaltung das Siegel "Familienfreundliches Unternehmen" überreicht. "Es freut mich ganz besonders, das Siegel heute an eine kommunale Einrichtung verleihen zu können", so die Sozialministerin bei der Übergabe. Bereits im Zertifizierungsverfahren habe Hoffeld das Ziel seiner Bemühungen formuliert und in vielen einzelnen Maßnahmen dies bereits eindrücklich belegt, frei nach seinem Motto: "Die Familie ist eine wichtige Säule unserer Gesellschaft - die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist unser Auftrag!"

Besonders engagiert zeige sich die Stadt bei Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit wie bestehende Teilzeit- und Jobsharing-Modelle, Arbeitszeitkonten, Väter in Elternzeit, unbezahlter Urlaub im Bedarfsfall oder zeitlich befristete Arbeitszeitreduzierung aufgrund Angehörigenpflege.

Für die nächsten beiden Jahre hat sich die Kreisstadt Merzig vorgenommen, sich verstärkt dem Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu widmen und ein Eltern-Kind-Zimmer für den Notfall einzurichten. Dies wurde auch als Zielvereinbarung formuliert. Familienministerin Bachmann wies darauf hin, wie eng Familie und Beruf miteinander verknüpft seien. "Die Versorgung der Kinder mit wechselnden Arbeitszeiten zu vereinbaren oder einen hilfebedürftigen Angehörigen neben der Berufstätigkeit zu unterstützen, das sind die Herausforderungen, denen sich die Familien heute stellen müssen", so Bachmann.

Die Ministerin würdigte die Anstrengungen der Stadt, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten zu eröffnen, die es ermöglichten Beruf und Familie besser zu vereinbaren. "Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind immer auch Maßnahmen zur Sicherung der Existenzgrundlage von Familien, zur Sicherung von Lebensqualität für Mütter aber auch für Väter", betonte die Ministerin.

Es gehöre jedoch auch dazu, den Blick darauf zu richten, dass Vereinbarkeit nicht nur ein Thema für Frauen bleibe, sondern Bedingungen zu schaffen seien, die es auch den Vätern ermöglichen, ihre Erziehungsverantwortung wahrzunehmen und gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen, sagte Bachmann abschließend. Bürgermeister Marcus Hoffeld freute sich sehr über den Erhalt der Auszeichnung und sieht die Kreisstadt Merzig für die Zukunft auf dem richtigen Weg.

"Unsere Mitarbeiter stellen in einem von Dienstleistungen geprägten Bereich das höchste Gut da. Folglich sind wir auf motivierte und zufriedene Mitarbeiter angewiesen. Daher sollen durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf positive Anreize für das Personal gesetzt werden", erklärt das Stadtoberhaupt im Rahmen der Verleihung und kündigte an, auch das betriebliche Gesundheitsmanagement weiter auszubauen.


Zum Thema:

HintergrundDas Gütesiegel wurde gemeinsam von IHK Saarland , Handwerkskammer des Saarlandes und Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie initiiert, um die Arbeitswelt im Saarland noch familienfreundlicher zu machen, Geleistetes zu honorieren und um zusätzliche Anreize für familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen und Behörden zu schaffen. Das für zwei Jahre gültige Siegel wird an Unternehmen, Behörden, und/oder Institutionen vergeben, die bereits Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorweisen können und enthält zugleich eine Zielvereinbarung, die regelt, was die Unternehmen/Behörden/Institutionen künftig zusätzlich ausbauen wollen. Damit wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet. Nach zwei Jahren erfolgt auf Wunsch eine Rezertifizierung, die die Nachhaltigkeit der Vereinbarkeitspolitik bescheinigt. Unternehmen, die noch familienfreundlicher werden wollen, stehen Ute Knerr und Elisabeth Hessedenz von der Servicestelle "Arbeiten und Leben im Saarland", die bei Saaris angesiedelt ist, zur Verfügung. redKontakt und Info: Telefon (06 81) 9 52 04 60