Stadt entspricht Wünschen der Merziger Bürger

Merzig : „Gustav-Regler-Platz wird nicht bebaut“

Stadt Merzig: Entscheidung fiel nach Bürgerrundgang und einem Workshop. Der Platz soll aufgewertet werden.

Frei von größeren Gebäuden bleibt der Gustav-Regler-Platz in Merzig – diesen und weitere Punkte zur Weiterentwicklung des Bereichs „Am Seffersbach/Gustav-Regler-Platz“ hält die Kreisstadt Merzig in einer Mitteilung an unsere Zeitung fest. Gleichzeitig bittet die Stadt die Bürger darum, sich konstruktiv an der Aufgabenstellung zu beteiligen

Laut Mitteilung hat die Arbeitsgruppe im Merziger Stadtrat die Gespräche mit verschiedenen Akteuren, die Diskussionen aus dem Bürgerrundgang, des anschließenden Workshops und in den politischen Gremien ausgewertet. Neben dem bereits genannten Beschluss, den Gustav-Regler-Platz nicht zu zu bauen, wurden einige weitere Eckpunkte beschlossen. So sollen zum einen die städtebaulichen Ziele der Aufwertung des gesamten Bereiches und die Veränderung der „Hinterhofsituation“ nach wie vor gelten.

Der „Letter of Intent“ (Absichtserklärung), den die Grundstückseigentümer unterschrieben haben, sei nicht rechtlich verbindlich, versichert die Kreisstadt. „Damit sind kein Bauvolumen, keine Nutzung und keine Fläche vordefiniert“, heißt es aus dem Merziger Rathaus. Die Eigentümer hätten jedoch grundsätzlich ein hohes Interesse daran, Merzigs Innenstadt zu stärken und seien sich der sensiblen Lage ihrer Grundstücke bewusst.

Das Klima der Stadt und der Hochwasserschutz sollen laut Mitteilung der Stadt bei allen Planungen vorrangig berücksichtigt werden, sofern sie dies nicht sowieso aufgrund der Gesetzeslage sind. Eine mögliche Blockrandbebauung auf den privaten Grundstücken dürfe keine Konkurrenz zur Poststraße werden, heißt es von Seiten der Stadt weiter. Der Gustav-Regler-Platz soll aber gestalterisch überarbeitet und an den Seffersbach angebunden werden, damit der Platz möglichst vielen Menschen offensteht.

Für den Bereich „Am Seffersbach“ soll zudem ein zielführendes Grünkonzept, angelehnt an den Entwurf des städtischen Durchgrünungskonzeptes, erarbeitet werden. Die charakteristischen Brandgassen der Merziger Innenstadt sind zu bewahren und in ein Gesamtkonzept zu integrieren.

Wie der Verkehr und die Parksituation geregelt werden, ist laut Stadt noch offen. Grundsätzlich soll der Verkehr reduziert sowie die Situation für Fußänger und Radfahrer verbessert werden. Die Kreisstadt weist auch darauf hin, dass die privaten Grundstücke nach gegebenem Baurecht überplant werden können. Dort sei jedoch bei Betrachtung des Gesamtraumes ein aktualisierter Bebauungsplan nötig, der etwa auch Abstandsflächen, Zufahrten oder Ähnliches über Nachbargrundstücke und den Straßenraum ermöglicht.

Die Öffentlichkeit soll sich konstruktiv an der Aufgabenstellung beteiligen können. Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb aus mehreren Planungsteams soll im ersten Quartal 2019 stattfinden. Erst dann will der Stadtrat auf Grundlage der Entwürfe und der Wünsche der Bürger sowie der Meinung einer Fachjury über die weiteren Schritte entscheiden.

„Wir haben versprochen, dass wir die Bürgerwünsche ernst nehmen“, sagte Bürgermeister Marcus Hoffeld nach der Sitzung der Arbeitsgruppe. „Dieses Zwischenergebnis zeigt, dass wir zu diesem Versprechen stehen. Es ist eine gute Basis, um dieses ambitionierte Projekt in einem weiterhin offenen und transparenten Verfahren mit intensiver Beteiligung aller interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie der Bürgerinitiative erfolgreich weiterzuentwickeln und das Erscheinungsbild dieses zentralen, innerstädtischen Bereichs nachhaltig zu verbessern“, fasste Hoffeld zusammen. „Diese grundlegenden Aussagen sollen gemeinsam mit den Bürgern durch weitere konkrete Ideen und Aussagen zu einer Aufgabenstellung für den Ideenwettbewerb anwachsen, jedoch, sofern möglich, ergebnisoffen formuliert sein“, betonte der Bürgermeister.

Die Termine für die nächsten Bürger-Workshops sind am Freitag, 23. November, und am Freitag, 14. Dezember, jeweils um 18 Uhr im neuen Rathaus.

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