Spiel mit Sein und Schein

Merzig. "Sechs Personen suchen einen Autor" - das Schauspiel des Literaturnobelpreisträgers Luigi Pirandello bringt unter der Regie von Giuseppe Di Rosa die Theatergruppe Teatro umoristico in der Stadthalle Merzig auf die Bühne. Am Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, darf man sich hier auf einen spannenden Theaterabend freuen

Merzig. "Sechs Personen suchen einen Autor" - das Schauspiel des Literaturnobelpreisträgers Luigi Pirandello bringt unter der Regie von Giuseppe Di Rosa die Theatergruppe Teatro umoristico in der Stadthalle Merzig auf die Bühne. Am Samstag, 31. Oktober, 20 Uhr, darf man sich hier auf einen spannenden Theaterabend freuen. Der Regisseur des Stückes, der gebürtige Sizilianer Giuseppe Di Rosa, hat die Theatergruppe Teatro umoristico, die sich aus erfahrenen - teils deutschen, teils italienischen - Amateurschauspielern verschiedener Ensembles rekrutiert, vor fünf Jahren gegründet und sich auf die Aufführung von Dramen bedeutender Schriftsteller seiner Heimat Sizilien spezialisiert.Bekannt für Passionsspiele Seit 1987 inszeniert er saarlandweit und mit großem Erfolg jährlich die Passionsspiele, die jeweils an Karfreitag auf dem "Großen Markt" in Saarlouis ihren Abschluss finden und mehrere Tausend begeisterte Zuschauer anziehen. Mit der Farce "Sechs Personen suchen einen Autor" des sizilianischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Pirandello wird Di Rosa zum vierten Mal ein Drama sizilianischer Autoren mit der Theatergruppe Teatro umoristico auf die Bühne bringen.redKarten beim Kulturamt in der Stadthalle in Merzig unter Telefon (06861) 85 499.

Zum StückSechs Bühnenfiguren, die offensichtlich der Phantasiewelt eines Autors entlaufen sind, weil ihnen jener die dramatische Realisierung verweigerte, überraschen eine probende Theatergruppe und verlangen von den Schauspielern ihre Vollendung in der szenischen Darstellung. Dies scheitert aber, und zwar an der Unbedingtheit, mit der die Bühnenfiguren ihre Leidenschaften im Bühnenspiel verwirklicht sehen wollen - und sich dabei aber durch den fixierten Rollentext "bedingen" lassen müssen.Der Zuschauer wird hineingezogen in die Absurdität des Lebens, die stellvertretend für die Absurdität des Theaters oder der Kunst allgemein stehen kann. Es beginnt ein Spiel um Sein oder Schein, um die Frage: Was ist Illusion, was ist Realität? red