Spendenübergabe von 15000 Euro am Bopentag in Mechern

Mechern : Spende dient Renovierung der Kirche

Beim „Bopendaach“ in Mechern hat der Förderverein St. Quiriakus einen Scheck über 15 000 Euro an Pastor Peter Frey übergeben.

„Der Bopendaach ist das höchste Fest in Mechern und hat neben seinem seinem kirchlichen auch seinen weltlichen Teil, den ich als SPD-Ortsvereinsvorsitzende vor 15 Jahren ins Leben gerufen habe“, schildert Ortsvorsteherin Hedi Groß. Wie die SZ bereits vorab zu dem Fest ausführlich berichtete, wird der Begriff aus den französischen Worten „Bon pain“ (Gutes Brot) abgeleitet. Brot an Arme verteilte auch der Heilige Quiriakus, dem die Mecherner Kirche geweiht ist und dessen Patronatsfest am Sonntag gefeiert wurde. Zunächst zelebrierte Pastor Peter Frey in dem voll besetzten Gotteshaus ein vom Kirchenchor und Musikern mitgestaltetes Festhochamt. In seiner Predigt ging er auf eine Geschichte vom Brotverteilen ein, was nach dem Gottesdienst auch Messdiener taten.

Zuvor aber überreichte noch der Vorstand des Fördervereins St. Quiriakus dem Pastor einen Spendenscheck in Höhe von 15 000 Euro zur Deckung der bei der umfassenden Kirchenrenovierung anfallenden Kosten. Dann nahm der Pastor die Segnung der trotz unfreundlichem Wetter von vielen Landwirten nach Mechern gesteuerten Traktoren vor, ehe im Vereinshaus bei Speis und Trank gefeiert wurde. Diese Feier wurde traditionell wieder vom SPD-Ortsverein ausgerichtet.

Der Erlös fließt entweder einem Kinderprogramm oder – wie in den meisten Jahren und auch diesmal – dem Förderverein zu. Wie die Ortsvorsteherin berichtete, besteht der Förderverein seit dem Jahr 2012 und wurde zum Erhalt der Mecherner Kirche gegründet, nachdem es einen finanziellen Engpass bei der Beheizung des Sakralbaus gab. Seit dieser Zeit veranstaltete der Förderverein jedes Jahr im November einen Martinskaffee und hat auch schon einige Konzerte in der Kirche stattfinden lassen. Er zählt derzeit an die 60 Mitglieder. „Der Vorstand ist sehr rege und macht gute Arbeit“, bescheinigt ihm Ortsvorsteherin Groß.

Nach ihren Worten setzt sich die jetzt überreichte Spende von insgesamt 15 000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen, privaten Spenden und Einnahmen aus dem Martinskaffee sowie einer Spende des SPD-Ortsvereins in Höhe von 6000 Euro, auf die sie sehr stolz ist, zusammen. „Auch der diesjährige Erlös der weltlichen Feier kommt wieder dem Förderverein zugute, denn ohne unsere Kirche gibt es keinen ‚Bopendaach’, und diesen wollen wir noch lange gemeinsam feiern“, betonte Groß.

In diesem Jahr gab es für sie auch noch einen weiteren Grund zu Freude, denn zu Gast am Bopendaach war auch eine Delegation aus ihrem Heimatort Taben-Rodt, wo der Heilige Quiriakus, dessen Gebeine vor 1250 Jahren dort ihre letzte Ruhe gefunden haben, ebenfalls verehrt wird.

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