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SPD sieht Projekt Hundewiese weiterhin kritisch

So fröhlich und harmlos wie hier geht das Toben von Hunden nicht immer ab. Foto: Patrick Pleul
So fröhlich und harmlos wie hier geht das Toben von Hunden nicht immer ab. Foto: Patrick Pleul FOTO: Patrick Pleul
Merzig. Die SPD-Fraktion im Merziger Stadtrat verwahrt sich in der Diskussion um die Anlegung einer Hundewiese in Merzig gegen den Eindruck, dass die Mehrheit der Stadtverordneten etwas gegen Hunde habe, die ungezwungen auf einer Wiese toben können. Dies geht aus einer Mitteilung des Fraktionsmitgliedes Artur Bies an die SZ hervor. Der Stadtrat hatte sich mit deutlicher Mehrheit gegen die Anlegung einer öffentlichen Hundewiese ausgesprochen, wie sie von Hundehaltern aus der Stadt vorgeschlagen worden war (die SZ berichtete). red

Die SPD-Fraktion im Merziger Stadtrat verwahrt sich in der Diskussion um die Anlegung einer Hundewiese in Merzig gegen den Eindruck, dass die Mehrheit der Stadtverordneten etwas gegen Hunde habe, die ungezwungen auf einer Wiese toben können. Dies geht aus einer Mitteilung des Fraktionsmitgliedes Artur Bies an die SZ hervor. Der Stadtrat hatte sich mit deutlicher Mehrheit gegen die Anlegung einer öffentlichen Hundewiese ausgesprochen, wie sie von Hundehaltern aus der Stadt vorgeschlagen worden war (die SZ berichtete).


Auf diesem umzäunten und abgeschlossenen Areal hätten Hunde, so die Befürworter dieser Idee, unter Aufsicht ihrer Halter ohne Leinenzwang herumtoben und spielen können. Hierzu stellt Artur Bies klar: "Ich bin der festen Überzeugung, dass auf einem städtischen Grundstück, wo es keine fachlichen Aufsichtspersonen wie Hundeschule oder Hundeverein gibt, zu Problemen kommen wird." Denn es komme auf einer solchen Hundewiese eher selten vor, dass ein einzelner Hund weitgehend alleine dort herumläuft. "Sondern die großen starken treffen dann auf die kleinen und schwächeren Artgenossen", sagt Bies. Er befürchtet, dass es in solchen Situationen zu Beißereien und in der Folge zu Stress zwischen den Hundebesitzern kommt. Bies: "In der Regel gehen sich die Hundebesitzer mit ihren der Leine geführten Hunden frühzeitig aus dem Wege, vor allem, wenn es Problemhunde sind."

Der Leinenzwang komme nicht von ungefähr, "und jetzt heben wir ihn auf, auch für die Hunde die nicht oder nur bedingt auf ihren Besitzer hören", weist Bies auf ein Problem hin, das seiner Meinung nach mit einer Hundewiese verbunden wäre. "Zudem möchte ich auch auf die nicht unerheblichen Kosten von 40 000 Euro in etwa zehn Jahren hinweisen, die dann anfallen würden", erklärt Bies abschließend.