SPD Merzig unterstützt Anliegen der Radfahrer in Merzig

Merzig : SPD Merzig begrüßt Gründung von ADFC-Ortsgruppe

Die SPD in Merzig zeigt sich erfreut über die Gründung der ADFC-Ortsgruppe in der Kreis­stadt (die SZ berichtete). In einer Erklärung der Partei heißt es: „Nun haben Radfahrer neben dem bereits vor zwei Jahren gegründeten Radelkollektiv Merzig eine weitere Interessenvertretung in Merzig.“

Die beiden 2018 und 2019 durch das Radelkollektiv Merzig organisierten Radeldemos haben nach Überzeugung der Sozialdemokraten „durch die gewachsenen Teilnehmerzahlen eindeutig gezeigt, dass das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel beliebter wird und die Radfahrer bereit sind für Ihre Infrastruktur auch auf die Straße zu gehen“, sagt Arndt Oehm, Mitbegründer des Radelkollektivs und SPD-Mitglied.

Die SPD unterstützt nach ihren Worten die Arbeit dieser beiden, saarlandweit gut vernetzte Gruppen ausdrücklich, um dem Fahrradverkehr den Stellenwert zu geben, der seinem Potenzial entspricht. Eines ist für Arndt Oehm nach seinem Bekunden wesentlich für den Radverkehr in Merzig: „Eine Alternative für den Kurzstreckenverkehr und mit elektrischer Unterstützung beziehungsweise einem funktionierenden ÖPNV auch für den Mittel- oder Langstreckenverkehr zu werden.“ Dies werde ein langfristiger Prozess sein, glaubt Oehm, „denn eine entsprechende Infrastruktur mit sicheren Radwegen – im Idealfall von dem Autoverkehr getrennt – kann nicht von heute auf morgen realisiert werden“. Der SPD-Mann weiter: „Wichtig ist es aber, bei zukünftigen Bauvorhaben oder Änderungen in der Bebauung den Radverkehr zu berücksichtigen. Und wer könnte besser wissen wo es hakt als die Alltagsradfahrer selbst?“ Die SPD-Stadtratsfraktion begrüße deshalb das Engagement der Radfahrer in den beiden Gruppen und unterstützt die Pläne der Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft Fahrrad, bestehend aus Mitgliedern des Stadtrats, Vertretern von Radelkollektiv und ADFC, des Verkehrsauschusses sowie Fachbereichen der Verwaltung.

Allerdings, so finden die Sozialdemokraten, sollte diese Arbeitsgemeinschaft nicht für die Kreisstadt Merzig allein wirken, sondern außerdem auch zu den benachbarten Kommunen reichen. Es sei nach Ansicht der Partei wünschenswert, wie auch durch die Bürgermeister der Städte- und Gemeinden im Landkreis bekundet wurde, wenn die benachbarten Kommunen mit einbezogen werden und mit ihnen zusammen über die Stadtgrenzen hinaus gute Lösungen für einen funktionierenden Radverkehr gefunden werden können.

www.radelkollektiv.de

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