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Merzig
SPD: Stadt soll Konzept vorlegen

Merzig. Sozialdemokraten sehen beim sozialen Wohnungsbau in Neubauprojekten nur einen Anfang.

Nachdem Bauminister Klaus Boullion die neuen Förderrichtlinien zum sozialen Wohnungsbau veröffentlicht hat, fordern Arndt Oehm, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Merzig, und Manfred Klein, Sprecher der SPD- Stadtratsfraktion, die Stadtverwaltung auf, konkrete Pläne zur Weiterentwicklung des städtischen sozialen Wohnungsbau vorzulegen. „Die Stadt Merzig hat erfreulicherweise bereits mit den beiden Neubauprojekten in der Schalthaussiedlung und Ballern positive Signale im Bereich des kommunalen Wohnungsbaus gesetzt“, führt Oehm aus. Für ihn und Klein könnte dies aber nur „der Anfang sein für die Schaffung von ausreichendem Wohnraum, der bedarfsgerecht und vor allem bezahlbar ist“.


Bis zum Jahresende stehen dem Saar-Bauminister 52 Millionen Euro an Bundesmitteln für die Förderung von Wohnraum zur Verfügung. Insbesondere für Städte wie etwa Merzig, Dillingen, Saarlouis  stehe noch ein Sonderprogramm zur Verfügung, dessen Ziel eine deutliche Erhöhung der Förderung von Neubauten sei. In diesen Städten werden Neubauten mit 1750 Euro statt wie bisher mit 1000 Euro pro Quadratmeter gefördert. „Wir fordern daher dringend die Verwaltung auf, sich zeitnah mit diesen neuen Fördermöglichkeiten zu befassen und ein Konzept für die Stadt zu entwickeln“, stellt Oehm klar. Klein könnte sich vorstellen, dass die Merziger Verwaltungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft mbH eine wichtige Rolle bei der Schaffung von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum spielt.

Aus Sicht des SPD-Stadtverbandes sollte auch die Sanierung von Altbauwohnungen in dieses Konzept „Sozialer Wohnungsbau Merzig“ mit eingebunden werden. „Es ist für uns als SPD mehr als nur eine Absichtserklärung. Nach unserer Auffassung ist es eine Pflicht der Kommune, für einkommensschwächere Haushalte moderne und attraktiven Wohnraum zu schaffen“ erklären Oehm und Klein abschließend.