Spannende Einblicke in Gärten der Region

Merzig-Wadern. Zu den offenen Gärten zählte der von Marion und Markus Dollwet in der Menninger Straße 33 in Bietzen. Neben dem liebevoll restaurierten Bauernhaus führt ein schmaler Weg hinter das Haus. Dort eröffnet sich ein eindrucksvolles Bild eines großen, gepflegten Bauerngarten. Prächtige Pflanzen- und Farbenvielfalt machen es schwer, alles zusammen mit einem Blick aufzunehmen

Merzig-Wadern. Zu den offenen Gärten zählte der von Marion und Markus Dollwet in der Menninger Straße 33 in Bietzen. Neben dem liebevoll restaurierten Bauernhaus führt ein schmaler Weg hinter das Haus. Dort eröffnet sich ein eindrucksvolles Bild eines großen, gepflegten Bauerngarten. Prächtige Pflanzen- und Farbenvielfalt machen es schwer, alles zusammen mit einem Blick aufzunehmen. Die Dollwets haben das Bauernhaus 1992 gekauft. Nachdem es 1999 verputzt war, begannen die beiden, sich intensiv um den Garten zu kümmern. Ursprünglich bestand der Garten aus einer Wiese mit Obstbäumen und einem Nutzgarten am unteren Ende. Nach und nach veränderte sich aber das Bild. Der Nutzgarten fand einen neuen Platz direkt hinter dem Haus. Zunächst wurde eine Ecke mit Blumen und Sträuchern gepflanzt. "Irgendwann machten wir dann ein richtiges Konzept. Viele Ideen haben sich im Laufe der Jahre erst entwickelt", erzählt Markus Dollwet. Die verschiedenen Staudenbeete sind mit Buchs eingefasst. Überall dominieren kräftige Farben. "Es ist immer spannend, wie sich neue Stauden in den bestehenden Garten einfügen. Manche Pflanzen fühlen sich sehr wohl und werden riesengroß, andere sind nicht auf ihrem Lieblingsplatz. Da hat man immer etwas zu tun. Es macht aber sehr viel Spaß", so der Gartenbesitzer. Die vielen Sitzplätze an verschiedenen Ecken des Gartens laden zum Verweilen ein. "Wenn wir im Sommer abends bei einem Glas Wein auf der Terrasse oder an einem anderen Platz im Garten sitzen, genießen wir die Schönheit", sagt Dollwet. Ein griechischer Architekt, der den Garten besuchte, machte den Vorschlag, den Garten als Fotokulisse zu vermarkten. Die Dollwets denken drüber nach. Der Garten von Holger Hübner und Jutta Heintz in Reimsbach hat seinen Schwerpunkt in einer Teichanlage mit Bachlauf und unterschiedlichen Staudenbeeten. Vielfältige Pflanzen sind in einem Cottage-Garden (reine Stauden und Zierpflanzen) angelegt. Neben den Stauden liebt Jutta Heintz englische Rosen, vor allem David-Austin-Rosen. "Leider sind sie fast mit der Blüte durch", bedauert die Gartenbesitzerin. Das tut der Farbenvielfalt im Garten allerdings keinen Abbruch. Andere Blumen wie die Bartnelken sind jetzt in voller Blüte. Die Familie begann vor vier Jahren, sich intensiv mit der Anlage eines neuen Gartens zu beschäftigen. Standen vorher Wiese und Obstbäume im Vordergrund, wollte man jetzt einen Ziergarten. "Wir haben den Plan mit Mehl gemacht. Wir modellierten so lange herum, bis wir ein fertiges Konzept hatten", sagt Jutta Heintz schmunzelnd. Diese Art des Planens war sehr erfolgreich, denn der neu gestaltete Garten mit seinen verschiedenen Ebenen ist ein Hingucker. "Wir haben alles selbst gepflastert und gemauert und sind mittlerweile darin erprobt", sagte Jutta Heintz. Sie und Holger Hübner holen sich viele Anregungen bei Fahrten nach Frankreich, Cornwall oder im Garten von Schloss Trautmannshof in Südtirol. Gegenüber des Hauses befindet sich ein großer Nutzgarten. Daraus wird jede Menge Gemüse und Obst geerntet und das geerntete Obst zu Marmelade verarbeitet. Ob herkömmliche Sorten wie Johannisbeere oder Mirabelle oder neue Kreationen wie Erdbeer-Vanille oder Sauerkirsch-Chili - die hausgemachten Konfitüren sind nur zu empfehlen. Roswitha und Wilfried Harth aus Wahlen haben in Wahlen in der Straße "Unter den Espen 40" einen parkähnlichen Garten. Seit 50 Jahren pflegen sie ihren Besitz. Ursprünglich befand sich hinter dem Haus ein großer Nutzgarten, den Roswitha Harth immer bewirtschaftet hat. Doch im Laufe der Jahre (sie ist mittlerweile 75 Jahre) wurde die Arbeit dann doch zu viel und man beschloss, den Teil des Gartens umzugestalten. Tochter Elke Thiel, die ebenfalls im Haus wohnt, legte 2006 einen mediterranen Steingarten nach dem Feng-Shui-Prinzip an. Es gibt dort nur Rundungen. Ein Hochbeet mit Gemüse und Kräutern wurde neu angelegt. Neben dem Haus auf einer großen Wiese steht eine Holzhütte, die Wilfried Harth selbst gebaut hat. Mit Holz kennt sich der rüstige Mann gut aus, hatte er doch jahrelang einen Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb, den seine Söhne nun weiter führen. Auch verschiedene Kunstwerke aus Holz zieren den Garten. Dazu zählt zum Beispiel eine Windmühle, die 2,50 Meter hoch ist und sich nach allen Seiten dreht. Auch ein gigantisches Windspiel zeugt von der handwerklichen Fertigkeit des Gartenbesitzers. Das Windspiel ist 2,20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von einem Meter. Die Meisterarbeiten aus Holz sind sehenswert. Tochter Elke Thiel hilft bei der Pflege des Gartens, der Enkel mäht den Rasen. Das große Hobby bleibt also in der Familie. "Es ist immer spannend, wie sich neue Stauden in den bestehenden Garten einfügen."Markus Dollwet