So gut schmecken Produkte aus der Region

Hilbringen · Käse aus Lothringen, Biohonig vom Saargau, Bio-Wein und eine mit Viez angemachte Paella waren nur einige der Köstlichkeiten, die beim kulinarischen Nikolausmarkt geboten wurden. Ein Renner war der selbst hergestellte warme Viezvinum.

 Die Organisatoren stoßen auf den gelungenen ersten kulinarischen Nikolausmarkt in Hilbringen an. Von links: Josef Jacoby, Gerda Scheuer, Nico Sirotencu und Geta Sirotencu. Foto: Michael Rauch

Die Organisatoren stoßen auf den gelungenen ersten kulinarischen Nikolausmarkt in Hilbringen an. Von links: Josef Jacoby, Gerda Scheuer, Nico Sirotencu und Geta Sirotencu. Foto: Michael Rauch

Foto: Michael Rauch

Das Wirtshaus Zur Saar bot am Wochenende die Kulisse für einen etwas anderen Nikolausmarkt. Hier standen regionale Produkte im Vordergrund, die von den Organisatoren liebevoll zum Kosten angeboten wurden. Vor allem die neuen Wirtsleute Geta und Nico Sirotencu, Besitzer Josef Jacoby sowie Mitarbeiterin und gute Seele, Gerd Scheuer, haben das Umfeld des Wirtshauses liebevoll gestaltet. Dabei wurden in der Scheune wahre Köstlichkeiten aus der Region präsentiert, die von den Besuchern kostenlos probiert werden konnten.

"Es kommt uns nicht darauf an, dass wir an diesem Wochenende viel verkaufen. Der Markt soll vielmehr dazu dienen, unsere regionale Produktvielfalt publik zu machen", erläutert Jacoby die Philosophie des ersten kulinarischen Nikolausmarktes. Und dazu hatten die Besucher viele Möglichkeiten. Es gab Käse aus Lothringen, Biohonig vom Saargau und vor allem den Viez und den Viezvinum aus eigener Herstellung vom Obstgut Jacoby. Zudem kredenzte das neue Wirtshausehepaar eine mediterrane Paella, die mit Viezwein angemacht wurde. Zu einem Hit wurde der warme Viezvinum, der mit Apfelwein , Äpfeln, Quitten und Karotten angemacht wurde. Der schmeckte nicht nur köstlich, sondern sorgte auch für wohlige Wärme von innen. Zudem gab es Wein vom Biowinzer Hein, in dessen Betrieb Jacoby auch seinen Balsamico- und Apfelessig herstellen lässt. Köstlichkeiten, von denen einige Besucher gar nicht wussten, dass es sie bei uns gibt. Auch der Honig vom Bioland-Imkerei Peter Sänger ließ die Gäste mit der Zunge schnalzen.

Für Jacoby ist der kulinarische Nikolausmarkt auch der Startschuss in eine neue Zeit. Dabei spielt das Wirteehepaar eine ganz zentrale Rolle. Die Sirotencus haben das Wirtshaus zur Saar erst vor einigen Tagen übernommen. "Mir war wichtig, dass der Geist des Hauses erhalten bleibt", machte Jacoby deutlich. Der Viez soll nach seinen Worten hier weiter kultiviert werden. Denn die Apfelprodukte seien nicht nur sehr gesund, sondern man habe damit auch ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, mit dem geworben werden könne. Die Speisekarte wurde um einiges erweitert. Der tägliche Mittagstisch werde schon jetzt gut angenommen, war zu erfahren.

Vor allem mediterrane Speisen würden künftig mit regionalen Produkten kombiniert. Dies dürfte dem neuen Koch leicht fallen, denn Sirotencu hat zwei Jahre lang als Koch in Spanien gearbeitet. Jacoby plant schon für die Zukunft. "Das Wirtshaus ist für uns sehr wichtig, weil die Produkte, die wir hier anbauen, sich in den Rezepten wiederfinden werden." Das sieht auch Gerda Scheuer so. Sie ist die gute Seele des Saarwirtshauses und wichtige Mitarbeiterin von Jacoby. Sie hat die Merziger Apfelkiste mit in den Betrieb eingebracht und organisiert den Verkauf der Produkte.

Dabei ist Scheuer von ihrer Arbeit überzeugt. "Wir sprechen noch die Sprache unseres Herzens." Mit diesem Satz macht sie deutlich, dass es wichtig ist, an seinen Wurzeln festzuhalten. Nur so könne man die Menschen von der regionalen Identität überzeugen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort