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Seuchensaison endet schmerzhaft

Merzig. Handball: HSV-Spieler Pfiffer fällt nach Hand-OP aus. Brotdorf kämpft ums Überleben. Roland Schmidt

Die Ostereier sind gegessen. Am Wochenende geht es in der Handball-Oberliga wieder um Punkte. Doch die Stimmung beim HSV Merzig-Hilbringen vor dem Derby beim Tabellenvierten VTZ Saarpfalz ist gedrückt. Wenn das Schlusslicht am Sonntag (18 Uhr, Westpfalzhalle) auf den neuen Saarlandpokal-Sieger trifft, sind die Erfolgschancen gering. Kaum jemand traut den Wölfen eine Überraschung zu. Mit zehn Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz gibt es für das Schlusslicht keine Rettung mehr, die Operation Klassenverbleib ist gescheitert.



HSV-Rückraumspieler David Pfiffer hätte auf seine Operation gerne verzichtet, aber zumindest verlief der Eingriff erfolgreich. "Im Mittelfinger der linken Hand steckt jetzt ein Draht. Der muss sechs Wochen drin bleiben, damit die Sehne ordentlich zusammenwächst", berichtet der Pechvogel. Im November 2015 hatte sich der 23-Jährige im Heimspiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen das Wadenbein gebrochen. Jetzt blieb er beim jüngsten Auftritt vor eigenen Fans an einem Trikot hängen und verletzte sich erneut schwer. Der Gegner: Bingen. "David muss länger pausieren. Er ist ein wichtiger Spieler, der uns fehlen wird", sagt HSV-Trainer Marcus Simowski. Nach Pfiffers Ausfall dürfte es der ohnehin dünn besetzte Rückraum der Wölfe noch schwerer haben, eine der stärksten Abwehrreihen der Liga zu knacken.

Auch Saarlandligist TuS Brotdorf hat es am Wochenende nicht leicht. Der Tabellenzwölfte belegt trotz zweier Heimsiege in Folge immer noch einen Abstiegsplatz und muss beim HC Dillingen-Diefflen an diesem Samstag (19.15 Uhr, Sporthalle Diefflen) unbedingt punkten. Geschenke dürfen die Wombats nicht erwarten. "Wir wollen Vizemeister werden", sagt HC-Trainer Patrick Grabenstätter selbstbewusst. Das riecht nach harter Arbeit. Stand jetzt steigen drei Teams aus dem 14er-Feld ab. Schlusslicht HSG Ottweiler (acht Zähler) ist weg. Der Vorletzte TuS Elm-Sprengen (17 Punkte) müsste die letzten beiden Spiele gewinnen, um mit der HSG Dudweiler (Rang elf, 21 Punkte) gleichzuziehen. Brotdorf hat noch ein Spiel mehr zu absolvieren und derzeit 19 Zähler auf dem Konto. Ein Überraschungs-Coup in Diefflen käme also genau zur rechten Zeit.

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