Seit 90 Jahren Spaß an der Musik

Seit 90 Jahren Spaß an der Musik

Beckingen. Der Sitzungssaal des Rathauses, dessen Wände derzeit noch Ausstellungswerke der Düppenweiler Freitagsmaler zieren, bot am Sonntagmorgen das passende Ambiente für "Die besondere Matinee" aus Anlass des 90-jährigen Bestehens des Zupforchesters Beckingen

Beckingen. Der Sitzungssaal des Rathauses, dessen Wände derzeit noch Ausstellungswerke der Düppenweiler Freitagsmaler zieren, bot am Sonntagmorgen das passende Ambiente für "Die besondere Matinee" aus Anlass des 90-jährigen Bestehens des Zupforchesters Beckingen.Nach der musikalischen Eröffnung mit Kostproben der Schüler, die derzeit von Musiklehrerin Brigitte Schwarz an den Grundschulen Beckingen und Düppenweiler ausgebildet werden, nahm der Vorsitzende des Zupforchesters Beckingen - Verein für Zupf- und Volksmusik Beckingen 1922 -, Konrad Pitzius, die Begrüßung vor. Als Gäste konnte er unter anderem MdL Dr. Frank Finkler; Bürgermeister Erhard Seger, den ersten Beigeordneten Bobby Brandstätter, die Ehrenmitglieder Gretel Birk, Finchen Herberg und Hans Magar, den Dirigenten Horst Schmitt, den ehemaligen langjährigen Dirigenten Albert Kreutz und Schulleiter Martin Breinig von der GS Beckingen willkommen heißen.

"Ein langatmiges Eingehen auf die Vereinsgeschichte will ich Ihnen ersparen", meinte Pitzius und betonte: "Der Verein hat viele Höhen und Tiefen erlebt, wobei die schönen Dinge, wie Freude bei den Musikproben und tolle Konzerterlebnisse, überwiegen. In diesem Jahr veranstalten wir unser 47. Adventskonzert, was uns mit Stolz erfüllt." Er wies auf die vielen Auftritte mit Kirchenkonzerten und Freundschaftsmusizieren, aber auch gesellige Veranstaltungen hin. "Alles ist nur durch ehrenamtliches Engagement der Mitglieder möglich", unterstrich er und hob als besonderes Beispiel Gretel Birk hervor, die seit 64 Jahren im Verein aktiv mitmacht und davon seit 36 Jahren als Kassiererin tätig ist.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Ausbildungsarbeit im Zupforchester großgeschrieben und den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten. "Eine lange Musikausbildung erfordert von diesen Disziplin und wirkt sich daher auch gut auf schulische Leistungen aus", ergänzte er und unterstrich die Notwendigkeit der Breitenarbeit als Grundlage für Spitzenleistungen. Gemäß Goethes Worten: "Man soll stets der Musik den Vorrang vor gesprochenen Worten geben", gab er dann wieder das Podium für das weitere Programm frei.

Juniorausbilder Alexander Lang und seine Gitarrenschülerin Pauline Maringer bewiesen als Duett ihr Können. Ihnen folgten als besonderer musikalischer Leckerbissen die Auftritte der beiden Brüder Pierre (Klavier und Gitarre) und Pablo Hubertus (Geige und Gitarre). Diese haben sich als vielfache Preisträger des Wettbewerbs "Jugend musiziert" bereits landes- und bundesweit einen Namen gemacht und konnten auch an diesem Morgen mit einer glänzenden Vorstellung die Gäste begeistern.

Sie sorgten ebenso nach der Ehrung langjähriger Mitglieder (siehe Info) und der Ernennung des früheren Orchesterleiters Albert Kreutz für seine über 40-jährige erfolgreiche Tätigkeit als Dirigent und Ausbilder zum Ehrendirigenten, sowie Johanna Lang (die leider nicht anwesend sein konnte) zum Ehrenmitglied, für den krönenden Abschluss der gelungenen Veranstaltung. Bei einem Buffet im Foyer war dann für das leibliche Wohl gesorgt und genügend Zeit zu persönlichen Gesprächen. "Der Verein hat viele Höhen und Tiefen erlebt."

Vorsitzender Konrad Pitzius

Auf einen Blick

Es wurden geehrt: Carmen André, Marie Kristin Unverricht, Tamara Kotalla. Tobias Kuhn, Jonas Kaiser (zehn Jahre), Nicole Minninger, Christian Lang, Roland Lamest, Ursula Conrad (15 Jahre), Wolfgang Busch, Annemarie Dittert, Carlos Riveros (20 Jahre), Nicole Forse, Anne-Kathrin Böhm, Simone Pitzius, Bertram Feld, Heinz Steffen, Christa Steffen, Katharine Völker, Christina Müller (25 Jahre), Steffi Ewen, Margret Hoen, Andrea Sander, Simone Diwo (30 Jahre), Reiner Fries, Dr. Joachim Breinig, Alfred Breinig, Cäcilia Hewer, Christa Lang, Marianne Seiwert, Sabine Mattfeld, Rainer Schnubel, Isabel Eck, Margit Thieser (35 Jahre), Heide Diwo, Gertrud Feld, Hermann-Josef Lang, Peter Lang, Peter Zenner (45 Jahre), Marita Haas, Reinhold Endres, Heidrun Jockers (50 Jahre), Magdalena Fries, Albert Kreutz, Elisabeth Sander, Inge Schiffmann, Rita Pitzius, Helga Riedel, Axel Jungmann, Helga Lenhof und Konrad Pitzius (55 Jahre). Johanna Lang (Ehrenmitglied) und Albert Kreutz (Ehrendirigent). Für die Damen gab es neben der Urkunde noch eine Rose als Dankeschön. nb