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Jubiläum
Seit 50 Jahren im Einsatz für Behinderte

Teilnehmer der Feierstunde (von links): Bürgermeister Marcus Hoffeld, Dechant Bernd Schneider, Bernd Seiwert, Abteilungsleiter Sozial-Ministerium, Caritas-Direktor Hermann-Josef Niehren, die Leiterin der Tagesstätte Merchingen Jessica Schwindling, der Kreisbeigeordnete Frank Wagner, Brigitte Kugel, die Direktorin des Caritasverbandes Trier, sowie die Dienststellenleiterin der Caritas in Merzig, Sara Kuhn.
Teilnehmer der Feierstunde (von links): Bürgermeister Marcus Hoffeld, Dechant Bernd Schneider, Bernd Seiwert, Abteilungsleiter Sozial-Ministerium, Caritas-Direktor Hermann-Josef Niehren, die Leiterin der Tagesstätte Merchingen Jessica Schwindling, der Kreisbeigeordnete Frank Wagner, Brigitte Kugel, die Direktorin des Caritasverbandes Trier, sowie die Dienststellenleiterin der Caritas in Merzig, Sara Kuhn. FOTO: Tina Leistenschneider
Merchingen. Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderungen der Caritas in Merchingen feierte am Sonntag ein rundes Jubiläum.

Geistig behinderte Menschen unterstützen und beistehen – dem hat sich seit 50 Jahren die Tagesförderstätte der Caritas verschrieben. Dieses Jubiläum wurde am Sonntag im Merchinger Vereinshaus gebührend gefeiert.



Der Tagesförderstätte ist es ein Anliegen, als teilstationäre Einrichtung dem gesetzlichen Auftrag zur Eingliederung der Behinderten in die Gesellschaft nachzukommen. „Die Tagesstätte eröffnet den Menschen die Möglichkeit zur selbständigen Lebensgestaltung und schafft Lebensqualität“, sagte Brigitte Kugel, Direktorin des Caritasverbandes Trier.

In Merchingen arbeiten sowohl behinderte und gesunde Menschen Hand in Hand und sorgen so für ein harmonisches Miteinander, bei dem auch die persönlichen Bedürfnisse nicht vernachlässigt werden. Diese gute Zusammenarbeit ergibt sich nach Worten von Sara Kuhn, Dienststellenleiterin der Caritas in Merzig, weil viele verschiedene Töne eine Melodie ausmachen, bei der jeder Ton besonders und wichtig ist. Dabei spielt auch die Behinderung keine Rolle. Diesen Worten schloss sich Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld ebenfalls an, aus dessen Sicht sich dieses harmonische Miteinander auch in der Arbeit der Tagesstätte widerspiegelt. „Hier wird nicht über Inklusion gesprochen, sondern gelebt“, erklärte Marcus Hoffeld. Die Schirmherrschaft zum 50. Jubiläum übernahm die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die sich am Sonntag  durch den Abteilungsleiter des Ministeriums für Soziales, Bernd Seiwert, vertreten ließ. Die Saar-Regierungschefin war kurzfristig nach Berlin abberufen worden. Seiwert betonte in seiner Laudatio, dass die Tagesstätte zu der Gemeinschaft dazugehört. „Denn Förderung macht uns zu dem, was wir sind“, hielt er fest. Um für Chancengleichheit zu sorgen, müssen gesunde wie behinderte Menschen gefördert werden. Darauf wolle man auch in Zukunft bauen und ein Signal setzen, wie Frank Wagner, Stellvertreter der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, erläuterte. Als Geschenk überreichte der Direktor des Caritasverbandes Saar-Hochwald, Hermann-Josef Niehren, ein behindertengerechtes Fahrzeug, das der Tagesstätte fortan zur Verfügung stehen soll. Zudem dankte er allen Betreuern für ihre langjährige Mitarbeit: „Das ist euer Fest, das wir feiern“, meinte Niehren.

Nach den Festreden folgte eine Aufführung des Merchinger Kindergartens, und für die musikalische Untermalung des Jubiläums sorgte der Merchinger Musikverein. An diesem Tag wurde ebenfalls das Projekt „Therapiebegleithunde“ vorgestellt, das für eine neue Form der Interaktion sorgt.