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Schüler sammeln für Kriegsgräber
Ein Zeichen gegen das Vergessen setzen

Freuen sich über das Ergebnis: Schüler des Gymnasiums am Stefansberg haben für die Kriegsgräberfürsorge über 6000 Euro gesammelt.
Freuen sich über das Ergebnis: Schüler des Gymnasiums am Stefansberg haben für die Kriegsgräberfürsorge über 6000 Euro gesammelt. FOTO: Torsten Barbian
Merzig. Merziger Stefansberg-Gymnasiasten und Soldaten von der Kaserne „Auf der Ell“ sammelten für die Pflege der Kriegsgräber insgesamt 6176,74 Euro. red

Über 6000 Euro haben Schüler des Merziger Gymnasiums am Stefansberg (GaS) zusammen mit Soldaten der Kaserne „Auf der Ell“ für die Erhaltung sowie Instandsetzung deutscher Kriegsgräber im Ausland durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) gesammelt. Anlass war, wie in jedem Jahr, der Volkstrauertag.


Nach dem hervorragenden Sammelergebnis des letzten Jahres besuchte dieses Jahr der VDK-Landesvorsitzende Werner Hillen das Gymnasium am Stefansberg in Merzig, um den Schülern und Soldaten für ihr Engagement zu danken. Schulleiter Albert Ehl konnte bei der diesjährigen Scheckübergabe an den Volksbund neben Werner Hillen auch den Ortsvorsteher von Merzig, Werner Klein, sowie weitere Vertreter des VDK und der Bundeswehr begrüßen. Werner Hillen war tief beeindruckt von dem hervorragenden Ergebnis der diesjährigen Sammlung. Die Schüler des Gymnasiums und die Merziger Soldaten hatten innerhalb einer Woche 6176,74 Euro zu Gunsten des Volksbundes gesammelt.

Dieses Geld kommt direkt den Gräbern deutscher Opfer von Krieg und Gewalt im Ausland zugute. Die Schüler und Soldaten waren deshalb auch sichtlich stolz auf ihr gutes Ergebnis. Die Erhaltung dieser Mahnmale ist in den Augen der Schüler und Soldaten sehr wichtig. Die einhellige Meinung der Schüler war, dass „obwohl der Erste Weltkrieg nun schon 100 Jahre vorbei ist, dürfen wir nie vergessen wie viel Leid er über die Menschen aller beteiligten Nationen gebracht hat. Gerade in der heutigen Zeit des wieder auflodernden Nationalismus wollen wir ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Wir fühlen uns wohl in einem geeinten und freien Europa. Der Weg zurück in ein Europa bestehend aus abgeschotteten Nationalstaaten ist für uns nicht mehr denkbar und erstrebenswert. Deshalb ist es uns wichtig, diese Mahnmale gegen die Grauen des Krieges zu erhalten, um uns daran zu erinnern, welch beschwerlicher Weg bis zur Einigung Europas zurückgelegt worden ist.“



Entsprechend dieser festen Überzeugung war auch dieses Jahr die Schülerin Angela Koch bei der Sammlung dabei. Vergangenes Jahr hatte sie spontan versprochen, im Folgejahr die Aktion wieder zu unterstützen. Neben Angela ließen es sich noch andere angehende Abiturienten nicht nehmen, auch dieses Jahr die Sammlung zu unterstützen. Gemeinsam mit Mitgliedern der Schülervertretung, zweier Politikkurse und den Soldaten trotzten sie Wind und Wetter, um der guten Sache zu helfen.

Politiklehrer Torsten Barbian und Stabsfeldwebel Patrick Cuntz der Kaserne „Auf der Ell“ sind sich einig, dass die gemeinsame Sammlung von Schülern des Gymnasiums am Stefansberg und Soldaten der „Ell“ auch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll.