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Schneller Lernerfolg soll anspornen

Schwemlingen. Diese Sache soll im neuen Schuljahr starten, bestückt mit Kindern, die die Grundschule Saargau in Schwemlingen besuchen. Zurzeit beschäftigt die Leute vom Musikverein zwei Fragen: Gibt es genügend Kinder, die sich für das Projekt interessieren? Mindestens 15 müssen es sein, maximal 25 Von SZ-Redakteurin Margit Stark

Schwemlingen. Diese Sache soll im neuen Schuljahr starten, bestückt mit Kindern, die die Grundschule Saargau in Schwemlingen besuchen. Zurzeit beschäftigt die Leute vom Musikverein zwei Fragen: Gibt es genügend Kinder, die sich für das Projekt interessieren? Mindestens 15 müssen es sein, maximal 25. Und werden die Eltern diese Geschichte unterstützen? Die Kosten jedenfalls dürften kein Hinderungsgrund sein. Wird für das Leihen der Instrumente pro Monat nur 35 Euro verlangt - Notenständer, Notenmaterial und Unterricht inklusive."Zwei Jahre lang sollen die Jungen und Mädchen einer Klasse gemeinsam ein Blasinstrument erlernen", umreißt Vereinschef Jörg Bungert das Gemeinschaftsprojekt von Musikverein, Grundschule und Kreismusikschule. "Querflöte steht zur Auswahl, Klarinette, Saxophon, Trompete, Waldhorn, Bariton, Euphonium und Tuba", ergänzt der Musiker, der in dem 40-köpfigen Ensemble Tenorhorn spielt. Eignung der Kinder testen "In den ersten Wochen werden wir den Kindern die Instrumente vorstellen", sagt Dirigent Marc Bilz. Zudem beobachteten die erfahrenen Musiklehrer die körperliche Eignung und die Stärken und Schwächen der Jungen und Mädchen - ob bei Höraufgaben, rhythmischen Übungen oder ersten Versuchen mit dem Instrument. Schließlich wolle man eines garantieren: "Wir wollen einen schnellen Lernerfolg. Nur so ist gewährleistet, dass die Kinder mit Begeisterung dabei bleiben und dass ein schneller Lernerfolg garantiert wird." Genaue Vorstellungen, wie der Unterricht ablaufen soll, haben sie längst ausgetüftelt: nachmittags im Rahmen der freiwilligen Ganztagsschule. "Den Instrumentalunterricht in kleinen Gruppen leiten die Lehrer der Kreismusikschule, das Ensemblespiel einmal pro Woche ist unsere Sache", sagen die Schwemlinger. Wer musiziere, könne nicht nur besser hören und zuhören, auch fördere Musizieren erheblich die Lern- und Konzentrationsfähigkeit. "Viele wissenschaftliche Forschungen bestätigen die besondere Bedeutung der musikalischen Bildung, insbesondere die gesundheitsförderliche Bedeutung des Musizierens", sind sich Bungert und Bilz einig. Und noch einen Vorteil sehen die beiden Musiker in der Bläserklasse: "Die Kinder lernen relativ schnell Stücke, die sie dann in einem Konzert spielen können - für das junge Ensemble ein Erfolgserlebnis." In Schulensembles spielen Zudem könnten die Nachwuchsmusiker nach den zwei Jahren Unterricht auf weiterführenden Schulen in Schulensembles spielen. "Viele Schulen bieten solche Möglichkeiten an." Natürlich hoffen Bungert und Bilz, dass viele junge Talente das Jugendorchester des Musikvereins verstärken. Infos geben Jörg Bungert, E-Mail: Joerg.Bungert@mv-schwemlingen.de, Jugendleiterin Stephanie Kleissinger, E-Mail: Stephanie.Kleissinger@mv-schwemlingen.de, und die Grundschule Schwemlingen, Tel. (06861) 37 50. Anmeldefrist ist bis Ende Mai.