1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Merzig

Schimmelpilze in der Wohnung: Verbraucherzentrale hilft weiter

Schimmelpilze in der Wohnung: Verbraucherzentrale hilft weiter

Schimmel muss raus aus den Wohnungen. Andernfalls drohen Gefahren für die Gesundheit, warnen Fachleute. Warum der Pilz überhaupt entsteht, und was man dagegen tun kann, erklären die Experten der Verbraucherzentrale.

Hässliche, schwarze Flecken sind oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden.

Werner Ehl, Experte der Verbraucherzentrale für Energieberatung, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und informiert, wie man die eigene Wohnung schützen kann: "Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dort ab." Mit sinkender Temperatur gehe die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, sodass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteige. Ehl: "In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor - auch sichtbares Kondenswasser."

Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heiße deshalb: "Raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, kann dabei sehr hilfreich sein. Ebenfalls wichtig: ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab."

Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen. Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Werner Ehl häufig ein Fall für den Fachmann: "Nur wirklich kleine und oberflächliche Schimmelschäden können in Eigenregie beseitigt werden. Ansonsten sollte ein Experte ans Werk gehen und unbedingt auch die Ursache des Befalls klären." Sonst komme der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder. Nur Fachleute können außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden. Unterstützung erhalten Betroffene bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale. Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Termine zur persönlichen

Beratung können unter (08 00) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden. In Merzig finden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle, Am Gaswerk 10 (gegenüber Stadtwerke) statt. Anmeldung unter Tel. (0 68 61) 54 44 oder unter Tel. (06 81) 5 00 89 15.

www.verbraucherzentrale-

energieberatung.de