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Schimmel mit Alu-Tapete „zudecken“ ist keine Lösung

Merzig-Wadern. Vor einer Aluminium-Tapete, die angeblich die Ausbreitung von Schimmel an Wänden verhindern soll, warnt die Verbraucherzentrale Mrzig-Wadern. Das als "Wundermittel" angepriesene Produkt könne den Schimmel zwar verdecken, die Ausbreitung halte es aber nicht auf. pha

"Dennoch lassen sich die Handwerker solche Produkte teuer bezahlen", weiß Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale Reinhard Schneeweiß. "Man muss die Ursachen beseitigen, wenn man Schimmelpilzbildung dauerhaft vermeiden will. Einfach nur zudecken hilft nicht", erklärt Schneeweiß. Verwendet man die Alu-Tapete, breitet sich der Schimmelpilz darunter weiter aus. Die Oberfläche bleibt genauso kalt wie zuvor und gibt damit den idealen Nährboden für den Pilz.

Die Ursache ist das Zusammenspiel von Raumluftfeuchte und Oberflächentemperatur. Hier sei eine Balance zu finden, die Schimmelpilzwachstum erst gar nicht ermöglicht. Was dafür konkret zu tun ist, muss in jedem einzelnen Fall genau analysiert und dafür konkrete Lösungen erarbeitet werden. Hier helfen die Energieberater der Verbraucherzentrale gerne und kommen auch vor Ort, um sich die Situation anzusehen. Dieser sogenannte Detail-Check kostet 45 Euro und kann nach einer persönlichen Beratung in einer der 16 Energieberatungsstellen mit dem Energieberater vereinbart werden. Die Energieberater der Verbraucherzentrale informieren neutral, sachlich kompetent und ohne wirtschaftliche Eigeninteressen. Gefördert wird die unabhängige Energieberatung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Weitere Infos und Terminvereinbarung unter Tel. (0 68 61) 54 44 oder (06 81) 5 00 89 15.