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Unsere Woche
Schilda liegt an der Saar

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Da greift seit Anfang des Jahres in Merzig ein nicht ganz unumstrittenes Parkraumkonzept. Um dem Autofahrer die Sache zu erleichtern, ließ die Stadt großflächig Hinweisschilder aufstellen. Die jedoch sind so verwirrend, dass selbst Einheimische, wenn überhaupt, sich erst nach langen Studien zurecht finden. Auswärtige haben keine Chance. Von Wolf Porz

Die Stadt räumt inzwischen ein, Fehler gemacht zu haben. Städtische Gremien waren in die Aktion Hinweisschilder nicht eingebunden, hieß es aus dem Rathaus, wo man nun bemüht ist, die offensichtlichen Fehler zu beheben. Die Frage ist natürlich: Hat sich niemand vor dem Ausstellen die Schilder angeschaut? Wer hat denn im Rathaus Prokura, unbrauchbare Schilder für 2500 Euro in Auftrag zu geben? War das ein Alleingang eines einzelnen Mitarbeiters? Lässt sich die Doppelspitze im Rathaus solche Dinge nicht zur Freigabe vorlegen? Und wurde der Auftrag zur Gestaltung und Erstellung der Schilder an den Erstbesten vergeben?



Die Sache ist eigentlich lächerlich. Und zwar so lächerlich, dass einem die Tränen kommen könnten. Wie gesagt: Gut gemeint ist nimmer nimmer gut gemacht.