Sammelaktion der Grünen erbringt 6500 weggeworfene Zigarettenstummel

Merzig : Grüne: „Unsere Stadt ist ein Aschenbecher!“

Sie schaden der Gesundheit und sind giftiger Sondermüll. Grüne haben jetzt weggeschnippte Kippen in Merzig aufgesammelt.

Das Ergebnis war ziemlich erschreckend: Am vergangenen Samstag hatten die Merziger Grünen zu einer Zigarettenkippen-Sammelaktion eingeladen (die SZ berichtete). Im Stadtpark und auf dem Gustav-Regler-Platz wurden von sechs Erwachsenen und drei Jugendlichen in einer reinen Sammelzeit von knapp eineinhalb Stunden 6500 Zigarettenkippen gesammelt. 5000 entfielen auf den Stadtpark und 1500 Stück auf den Kernbereich des Gustav-Regler-Platzes. „Nachdem alle Sammelbehältnisse prall gefüllt waren, hatten wir die Aktion beendet. Wir waren völlig überrascht und zugleich betroffen über die Menge der weggeworfenen Kippen“, heißt es in einer Mitteilung von Grünen-Chef Klaus Borger.

Und weiter: „Rechnet man hoch, dass eine Kippe zirka 40 Liter Wasser vergiftet, konnte alleine bei dieser kurzen Aktion, neben anderen negativen Auswirkungen von Zigarettenstummeln auf Mensch und Umwelt, eine Menge von 260 000 Liter Wasser geschützt werden.“ Natürlich seien die Sammelergebnisse an Ruhebänken und anderen Sitzmöglichkeiten besonders hoch, mancherorts sogar extrem hoch gewesen, teilen die Grünen mit. Wünschenswert sind nach Ansicht der Öko-Partei deshalb Aschenbescher bei den Sitzbänken. Wenn man Ruhezonen schaffe, müsse man auch an die Raucher denken, „unabhängig davon dass Rauchen im Umfeld von Spielgeräten und dem Spielplatz eigentlich tabu sein sollte“, heißt es in der Mitteilung. Fehle ein Aschenbecher, sei es die logische Konsequenz, dass die Kippe auf den Boden geworfen wird. „Natürlich wird man damit das Problem nicht ganz lösen, aber bei der enormen Menge der weggeworfenen Kippen, könnte man es zumindest reduzieren“, finden die Grünen-Vertreter.

Die erschreckend große Ausbeute der Sammelaktion. Foto: Klaus Borger

Die Stadtratsfraktion wird nach eigenem Bekunden hier eine Initiative starten, „damit der Stadtpark und unsere Plätze nicht weiter als Aschenbecher genutzt werden“ Zudem wollen die Grünen dieser Sammel-Aktion weitere folgen lassen.

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