| 00:00 Uhr

Saarpark: Merziger Bürger wählen aus drei Entwürfen für neuen Erlebnisraum ihren Favoriten

Die Merziger Bürger stimmen im Zeltpalast über ihren Favoritenentwurf ab. Foto: Michael Rauch
Die Merziger Bürger stimmen im Zeltpalast über ihren Favoritenentwurf ab. Foto: Michael Rauch FOTO: Michael Rauch
Merzig. Die Stadt Merzig will den Stadtpark sowie den Sport- und Freizeitpark zu einem gemeinsamen Erlebnisraum machen. Wie das Projekt Saarpark umgesetzt werden kann, wurde den Bürgern am Montag erneut vorgestellt. Sie konnten das von ihnen bevorzugte Konzept wählen. Michael Rauch

Die Erleichterung stand dem Merziger Rathauschef ins Gesicht geschrieben. Bürgermeister Marcus Hoffeld zeigte sich am Montagabend von der Besucherresonanz im Merziger Zeltpalast begeistert. Dort wurden zum zweiten Mal die Pläne für denSaarpark vorgestellt.

Bereits im Juli hatten drei Planungsbüros ihre ersten Entwürfe gezeigt, wie sich der Bereich an der Saar, in Höhe des Stadtparks auf der einen Flusseite und dem Sport- und Freizeitpark auf der anderen, künftig entwickeln kann. Die Pläne wurden nun präzisiert und Anregungen aus der ersten Veranstaltung eingearbeitet. Schon damals war die Besucherresonanz für eine solche Veranstaltung außergewöhnlich hoch. Doch diese Zahl wurden am Montag nochmals deutlich übertroffen.

Die Planungsbüros Dutt & Kist, Ernst und Partner sowie architecture aménagement aus Luxemburg hatten sich für den Abend einiges vorgenommen. Sehr gut vorbereitet präsentierten sie ihre Pläne. Die Moderation für den Abend hatte, wie schon in der ersten Bürgerversammlung zu diesem Thema, Hugo Kern vom Planungsbüro Kern übernommen. Er gab den Teams genau 20 Minuten Zeit, ihre Entwicklungskonzepte abschließend vorzustellen.

Zuvor ergriff noch Bürgermeister Marcus Hoffeld das Wort. Er dankte den Teams für ihre Arbeit und ihre Ideen, machte aber zugleich deutlich, dass mit der Entscheidung für einen der Pläne, nicht per se sichergestellt sei, dass dieser auch eins zu eins umgesetzt werde. "Ich kann ihnen heute Abend nicht versprechen, dass wir die vielen guten Ideen auch realisieren können. Alles muss finanzierbar sein", sagte Hoffeld in seiner Begrüßung.

Dennoch ermunterte er die Bürger , nach der Vorstellung über die einzelnen Pläne abzustimmen. Die Vorgaben an die Teams waren nach Aussage von Hugo Kern klar formuliert. So müssten die drei Entwicklungsbereiche Stadtpark, Saarbrücke sowie Sport- und Freizeitpark unabhängig von einander entwickelt werden können und zudem untereinander kombinierbar sein. Alle drei Entwürfe haben diese Vorgabe erfüllt. Lediglich die Gewichtung der einzelnen Teilbereiche war bei den Entwürfen unterschiedlich. So hat das Team Dutt und Kist, hier hat auch das Merziger Ingenieurbüro IBZ mitgewirkt, den Bereich um das Halfenhaus aktiviert. Nach deren Vorstellungen sollte der Weg zur Brücke hinter der gegenüberliegenden Bahnunterführung beginnen. Die beiden anderen Büros haben sich für den Einstieg etwas oberhalb, an der Bahnunterführung über dem Seffersbach entschieden. Die Kosten für die Brücke liegen nach Schätzung der Teams zwischen fünf und sieben Millionen Euro.

Alle drei Entwürfe haben den Bürgern der Stadt Merzig wohl zugesagt. Es gab bei deren Abstimmung keinen herausragenden Gewinner. Die Pläne des Büros Dutt & Kist hatten zwar in allen drei Entwicklungsbereichen die Nase vorn, doch waren die Abstände zu den anderen Entwürfen denkbar knapp. Zufrieden zeigte sich auch Moderator Kern. "Ich möchte die Stadtverantwortlichen beglückwünschen, dass sie den Weg der Mehrfachbeauftragung gegangen sind", lobte der Planer. Dadurch könne die Stadt Merzig sich nun glücklich schätzen, da sie nun über viele Ideen verfüge. "Noch besser wäre es, wenn sie auch umgesetzt werden könnten."

Eine weitere Erkenntnis dürfte den Bürgermeister ebenfalls erfreut haben. Es gab kaum negative Wortmeldungen. Lediglich ein anwesender Merziger Bürger lehnte das Projekt aus Kostengründen ab. Zudem sehe er nicht die Notwendigkeit einer Brücke, weil sie von den Menschen nicht genutzt werde. Es gab zwar noch weitere Wortmeldungen, aber keine, die das Projekt grundsätzlich in Frage stellten. Deshalb können die Verantwortlichen nun die nächsten Schritte einleiten. Zunächst wird sich eine Jury mit den Plänen befassen. Die setzt sich aus Vertretern des Stadtrates, der Verwaltung, dem Ministerium und der Wirtschaft zusammen. Das Votum der Bürgerversammlung wird die Jury nicht unbeeindruckt lassen. Der Merziger Stadtrat wird Mitte November schlussendlich über die Planung entscheiden.



Das könnte Sie auch interessieren