Waldbrände im Kreis Merzig-Wadern Saarlands Wälder in der Klimakrise

Rehlingen · Die Waldbrandgefahr steigt durch den Klimawandel in ganz Mitteleuropa, auch im Saarland. Die hiesigen Feuerwehren müssen sich darauf einstellen. Auch die Waldbrandeinsatzkarten müssen aktualisiert werden.

 Bei einer großen Waldbrandübung im vergangenen Jahr bemängelten die Feuerwehrleute ihre Brandeinsatzkarten.

Bei einer großen Waldbrandübung im vergangenen Jahr bemängelten die Feuerwehrleute ihre Brandeinsatzkarten.

Foto: Ackermann Dieter

Wenn man Michael Klein nach den Gefahren fragt, die sich aus dem globalen Klimawandel auch für die heimischen Wälder ergeben, bekommt man von dem Vorsitzenden des saarländischen Waldbesitzer-Verbandes differenzierte Antworten. Tagtäglich befeuern die Berichte über verheerende Brände längst nicht nur in Europa die Sorgen vor solchen Katastrophen, die von Fachleuten überwiegend den Folgen des Klimawandels zugeschrieben werden. „Zum Glück verfügen wir im Saarland vor allem über kleinteilige Mischwälder mit einem dominierenden Laubholzanteil“, führt Klein aus. „Dagegen fällt die Brandgefahr in den großen Nadelholzreinbeständen beispielsweise in Brandenburg oder Niedersachsen unvergleichlich größer aus.“ Vor einigen Jahren habe er in seinem eigenen Waldrevier bei Rehlingen selber beobachten können, wie die Flammen von einem angrenzenden trockenen Feld in den Waldrand eindrangen. Die herbeigeeilte Feuerwehr habe damals schnell löschen können, aber auch für ihn als Waldbesitzer sei es beeindruckend gewesen, wie schnell dieser Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte, „auch weil die Flammen in dem angrenzenden Buchenbestand einfach keine ausreichende Nahrung finden konnten“. Das hätte in einem ausgetrockneten Nadelholzbestand mit Sicherheit ganz anders ausgesehen.